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Heftige Regenfälle und Hochwassergefahr in Ahrweiler: Einsatzkräfte im Dauereinsatz

Unerwartete Folgen des Unwetters: Schäden und Einsatzkräfte im Kreis Ahrweiler

Nach heftigen Regenfällen am Donnerstagabend und in der Nacht zu Freitag waren Einsatzkräfte im Kreis Ahrweiler im Dauereinsatz. Der Deutsche Wetterdienst hatte vor starken Gewittern der Stufen zwei bis drei gewarnt und Hagel sowie Starkregen bis zu 25 Liter pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit vorhergesagt. Die Warnapp Nina gab zudem eine Warnung vor Hochwasser heraus, die unter anderem für die Ahr galt.

Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler forderte Anwohner über soziale Medien auf, Kellerräume sowie Tiefgaragen zu verlassen und warnte vor weiteren starken Regenfällen. Die Kreisverwaltung Ahrweiler übernahm gegen 20.30 Uhr die Einsatzleitung für mehrere Städte und Gemeinden, die mit etwa 300 wetterbedingten Einsätzen konfrontiert waren, bei denen niemand verletzt wurde.

In Grafschaft wurden einige Straßen überflutet, das Wasser stand teilweise auf den Fahrbahnen und konnte nicht mehr abfließen. Die Freiwillige Feuerwehr errichtete Schutzmauern in Vettelhoven und Eckendorf, während Anwohner gebeten wurden, sich in den Obergeschossen ihrer Häuser aufzuhalten. Am Freitagmorgen sprach die Gemeinde Grafschaft von etwa 60 Alarmierungen, darunter lief Wasser in den Keller einer Schule und eines Kindergartens.

In Bad Neuenahr-Ahrweiler wurden Straßen überflutet und mehrere Keller liefen voll, die von der Freiwilligen Feuerwehr trocken gepumpt wurden. Die Polizei sperrte die B266 aufgrund überfluteter Fahrstreifen. Die Kreisverwaltung Ahrweiler informierte, dass mehr als 300 Einsatzkräfte im Einsatz waren und die Pegelstände der Ahr sowie der Nebenflüsse engmaschig beobachtet wurden. Die Feuerwehren übernahmen die Einsätze am Freitagmorgen.

Das Unwetter betraf besonders die Eifel, wo Hagelschauer und überspülte Straßen gemeldet wurden. Der DWD registrierte Schwerpunkte des Unwetters in der Eifel, im Bergischen Land sowie in Köln und Düsseldorf. Bis zum Mittag könne es noch gebietsweise regnen, danach beruhige sich das Wetter.

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Sophie Müller

Sophie Müller ist eine gebürtige Stuttgarterin und erfahrene Journalistin mit Schwerpunkt Wirtschaft. Sie absolvierte ihr Studium der Journalistik und Betriebswirtschaft an der Universität Stuttgart und hat seitdem für mehrere renommierte Medienhäuser gearbeitet. Sophie ist Mitglied in der Deutschen Fachjournalisten-Assoziation und wurde für ihre eingehende Recherche und klare Sprache mehrmals ausgezeichnet. Ihre Artikel decken ein breites Spektrum an Themen ab, von der lokalen Wirtschaftsentwicklung bis hin zu globalen Finanztrends. Wenn sie nicht gerade schreibt oder recherchiert, genießt Sophie die vielfältigen kulturellen Angebote Stuttgarts und ist eine begeisterte Wanderin im Schwäbischen Wald.

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