Wirtschaft

Grundbildungsnetzwerk am Bodensee fördert beruflichen Aufstieg gering qualifizierter Erwachsener

Ein neues Grundbildungsnetzwerk am Bodensee unterstützt den beruflichen Aufstieg gering qualifizierter Erwachsener und steigert das Fachkräftepotenzial im Land. Das Kultusministerium hat sich entschieden, ein Pilotprojekt zu fördern, das darauf abzielt, arbeitslosen und gering literalisierten Erwachsenen die Möglichkeit zu bieten, sich über speziell entwickelte Kurse zur arbeitsorientierten Grundbildung zu qualifizieren. Die Zusammenarbeit zwischen den Jobcentern Friedrichshafen und Konstanz, den örtlichen Volkshochschulen und dem Volkshochschulverband Baden-Württemberg spielt hierbei eine zentrale Rolle.

Laut Kultusministerin Theresa Schopper könnten rund 27 Prozent der geringer qualifizierten Beschäftigten in Deutschland von dieser Initiative profitieren. Mit Hilfe von Grundbildungskursen sollen sie die Chance bekommen, sich weiterzubilden und ihre Berufschancen zu verbessern. Schließlich haben bereits frühere Projekte des Kultusministeriums gezeigt, dass arbeitsorientierte Grundbildung einen positiven Einfluss auf die Teilnehmer haben kann.

Die finanzielle Unterstützung über die ressortübergreifende Initiative WEITER.mit.BILDUNG@BW ermöglicht die Koordination zwischen den beteiligten Einrichtungen und die Durchführung der Kurse. Diese umfassen 320 Unterrichtseinheiten über neun Monate, in denen neben Lesen, Schreiben und Rechnen auch digitale Grundbildung vermittelt wird. Zusätzlich werden Beratung und Unterstützung durch Berater der Jobcenter und Sozialpädagogen angeboten, um die Teilnehmer auf einen beruflichen Aufstieg vorzubereiten.

Nach einer zweijährigen Evaluationsphase wird geprüft, ob das Modell auch von anderen Jobcentern und Volkshochschulen übernommen werden kann. Der Volkshochschulverband Baden-Württemberg plant, die erfolgreiche Zusammenarbeit auf weitere Volkshochschulen auszuweiten. Die Weiterbildungsoffensive WEITER.mit.BILDUNG@BW, die Teil der Nationalen Weiterbildungsstrategie ist, hat bis 2024 zusätzliche Mittel in Höhe von 40 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um die Weiterbildung im Land zu stärken.

Insgesamt bietet das Grundbildungsnetzwerk am Bodensee eine vielversprechende Möglichkeit, das Fachkräftepotenzial zu erweitern und gering qualifizierten Erwachsenen neue Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen. Durch die gezielte Förderung von Grundbildungskursen können sie ihre beruflichen Chancen deutlich verbessern und einen erfolgreichen beruflichen Aufstieg anstreben.

Siehe auch  Jahresbericht der Staatlichen Liegenschafts- und Bauverwaltung 2020

Alexander Schneider

Alexander Schneider ist ein erfahrener Journalist aus Stuttgart, der sich auf Politik und Wirtschaft spezialisiert hat. Er hat Politikwissenschaften und Betriebswirtschaft an der Universität Hohenheim studiert und ist seitdem als Autor und Analyst für verschiedene regionale und überregionale Medien tätig. Alexander ist Mitglied des Verbands der Wirtschaftsjournalisten und hat bereits mehrere Auszeichnungen für seine tiefgründigen Analysen und investigativen Recherchen erhalten. In seiner Freizeit engagiert er sich in lokalen politischen Initiativen und ist ein begeisterter Anhänger des VfB Stuttgart.

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