Badeverbot am Schlüchtsee: Dammbruchgefahr zwingt zur Sperrung!

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Badeverbot am Schlüchtsee: Sicherheitsrisiken durch Dammzustand, wirtschaftliche Folgen für lokale Betreiber, Sanierungspläne unklar.

Badeverbot am Schlüchtsee: Sicherheitsrisiken durch Dammzustand, wirtschaftliche Folgen für lokale Betreiber, Sanierungspläne unklar.
Badeverbot am Schlüchtsee: Sicherheitsrisiken durch Dammzustand, wirtschaftliche Folgen für lokale Betreiber, Sanierungspläne unklar.

Badeverbot am Schlüchtsee: Dammbruchgefahr zwingt zur Sperrung!

Am Schlüchtsee in Grafenhausen, im Kreis Waldshut, ist derzeit ein Badeverbot in Kraft. Die Entscheidung, den Badebetrieb einzustellen, wurde getroffen, weil der Damm des Sees nicht mehr den aktuellen Sicherheitsvorschriften entspricht. Auf Schildern rund um den See wird die „Dammbruchgefahr“ deutlich gemacht, was die besorgten Besucher zur Vorsicht mahnt. Dies berichtet SWR.

Die Situation rund um den Schlüchtsee ist kompliziert. Zwei Gutachten haben bestätigt, dass die Gefahr eines Dammbruchs zu hoch ist. Insbesondere warnen die Gutachter vor möglichen inneren Schäden im Damm, die bei extremem Regen oder einer Flutwelle zum Bruch führen könnten. Daher mussten auch einige Abschnitte der Wanderwege gesperrt werden, während das Umweltamt des Landratsamtes Waldshut und das Regierungspräsidium Freiburg die Lage regelmäßig analysieren, um den Zustand des Damms zu überprüfen. Eine weitere Untersuchung ergibt, dass eine akute Gefahr festgestellt wurde, weshalb sofortige Schutzmaßnahmen ergriffen werden müssen Landkreis Waldshut.

Wirtschaftliche Auswirkungen auf Betreiber

Andreas Preiser, der seit neun Jahren einen Kiosk am Schlüchtsee betreibt, spürt die direkten wirtschaftlichen Folgen des Badeverbots. Er berichtet, dass sein Umsatz um etwa zwei Drittel eingebrochen ist und er nun die übrig gebliebenen Kuchen selbst essen muss, da weniger Gäste den Kiosk besuchen. „Wenn sich die Situation nicht verbessert, werde ich den Kiosk nur noch an Wochenenden öffnen“, sagt Preiser. Er hofft inständig auf eine baldige Sanierung des Damms, um den Betrieb bald wieder normalisieren zu können.

Der Schlüchtsee, der auf über 900 Metern Höhe liegt und als Geheimtipp für Radfahrer, Wandergruppen und Schulklassen bekannt ist, wurde vor über 200 Jahren angelegt und speist sich aus natürlichen Quellen. Die Gemeinde Grafenhausen und das Landratsamt Waldshut stehen in Verhandlungen über die nötige Sanierung des Damms. Der genaue Zeitpunkt, an dem die Sanierung durchgeführt wird und wann das Baden erneut erlaubt ist, bleibt jedoch unklar.

Zukunft des Schlüchtsees

Interessanterweise konnte eine Evakuierung eines unterhalb des Damms gelegenen Stutenhofs abgewendet werden. Der Betreiber darf jedoch auf eigene Gefahr bleiben und prüft täglich den Damm auf mögliche Schäden. Die Dorfgemeinschaft ist besorgt, aber auch optimistisch, dass eine Lösung in Sicht ist. Eine Informationsveranstaltung zur weiteren Vorgehensweise hat bereits stattgefunden, die am 23. Juni 2025 im Schwarzwaldhaus der Sinne in Grafenhausen abgehalten wurde.

Eine umfassende Lösung wird dringend benötigt, um die Sicherheit für die Besucher zu gewährleisten und die wirtschaftlichen Einbußen für den Kiosk und die umliegenden Geschäfte zu minimieren. Solange die Sanierungsmaßnahmen nicht abgeschlossen sind, bleibt der Schlüchtsee für Badegäste geschlossen.