Gebäudesanierungen zum Klimaschutz

Gebäudesanierung schützt das Klima

Beim diesjährigen Herbstforum Zukunft Altbau wurde diskutiert, wie der Gebäudebestand fit für die Klimaschutzziele des Landes gemacht werden kann. Der Branchentreff beschäftigt sich mit aktuellen Themen und Herausforderungen der energetischen Gebäudesanierung, Energieeffizienz und erneuerbaren Energien im Altbau.

Die aktuellen Klimaziele der Europäischen Union (EU), des Bundes und des Landes fordern mehr Tempo bei der Sanierung von Bestandsgebäuden. Das hat der neue Ministerialdirektor des Umweltministeriums Michael Münter in seiner Eröffnungsrede für dieses Jahr Herbstforum Zukunft Altbau betonte nachdrücklich: „Jetzt gilt es, auf allen Ebenen schnell und konsequent ambitionierte Maßnahmen zu ergreifen. Denn nur wenn wir die Sanierungsquote endlich deutlich steigern, können wir ausreichend schädliche Treibhausgasemissionen einsparen und unsere Klimaschutzziele rechtzeitig erreichen. “

Im Gebäudebereich besteht ein großes Potenzial zur Reduzierung der Kohlendioxid-(CO2)-Emissionen. Das muss endlich aufgehoben werden, betonte Münter. „Bestandssanierungen, die heute geplant und umgesetzt werden, müssen angesichts des langen Sanierungszyklus bereits unserem Ziel ‚Klimaneutralität bis 2040′ Rechnung tragen. Das bedeutet, Häuser energetisch hoch zu dämmen und die Wärmeversorgung zu erhöhen erneuerbare Energie Dafür müssen endlich die richtigen rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden. „Das ‚business as usual‘, das die alte Bundesregierung im Gebäudeenergiegesetz gesetzt hat, entspricht in keiner Weise den angestrebten Zielen“, erklärte der Ministerialdirektor. Baden-Württemberg hat bereits konkrete Vorschläge erarbeitet, wie rechtzeitig ein klimaneutraler Gebäudebestand erreicht werden kann.

Klimaschutz im Bestand voranbringen

Ob mit dem Kommunale Wärmeplanung (PDF), die neue Photovoltaik-Anforderung für umfangreiche Dachsanierungen oder solche Förderprogramme „Kombinierter Wohnkredit mit Klimaprämie“hat das Land inzwischen zahlreiche Instrumente geschaffen, um die Klimaschutz im Gebäudebestand voranzutreiben. „Aber auch die Energie- und Wärmewende wird von den Eigentümern vor Ort gelebt und umgesetzt. Deshalb brauchen wir die Unterstützung von Energieberatung, Planung und Handwerk, um Ideen und Multiplikatoren für anspruchsvolle Sanierungen und den Einsatz erneuerbarer Energien zu fördern und zu motivieren“, unterstrich der Ministerialdirektor die wichtige Rolle der gesamten Branche.

Das Herbstforum Zukunft Altbau fand in diesem Jahr zum 23. Mal statt. Rund 600 Teilnehmer aus Handwerk, Architektur und Ingenieurwesen sowie aus Politik, Verwaltung, Kammern und Verbänden diskutierten virtuell aktuelle Themen und Herausforderungen der energetischen Gebäudesanierung, Energieeffizienz und erneuerbare Energien im Altbau. Organisiert wurde die Hybridveranstaltung wie in den Vorjahren vom Informationsprogramm Zukünftiger Altbau das KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH.

23. Herbstforum Altbau

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