Innenministerium

Freifahrtregelung für Polizeibeamte im öffentlichen Verkehr

Auch die Kriminalpolizei kann künftig wie Uniformträger kostenlos öffentliche Verkehrsmittel nutzen und sorgt so durch eine verstärkte Polizeipräsenz für mehr Sicherheit in Bussen und Bahnen.

„Ab dem 1. Juli 2022 setzen wir wieder bundesweit neue Maßstäbe in Sachen Sicherheit. Bereits 2020 haben wir in Baden-Württemberg eine eindeutige Kennung für Polizeibeamte der Kriminalpolizei eingeführt – den K-Fall. Die Kolleginnen und Kollegen der Kripo sind somit für jeden als Polizisten erkennbar. Jetzt gehen wir den nächsten Schritt: Mit dem gut sichtbaren K-Koffer können Polizisten den öffentlichen Nahverkehr kostenlos nutzen. Dadurch wird die Polizeipräsenz in diesen öffentlichen Verkehrsmitteln weiter erhöht und das Sicherheitsgefühl der Menschen spürbar verbessert“, sagte der Innenminister Thomas Strobel zum Inkrafttreten der Vereinbarung mit der Landesgruppe Baden-Württemberg des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen.

„Ich wünsche mir, dass viele Kriminalpolizisten die Möglichkeit der kostenlosen Fahrt nutzen und häufig den ÖPNV nutzen. Dadurch wird der umweltfreundliche ÖPNV in Baden-Württemberg sicherer. Denn erkennbare Zivilpolizisten können im Ernstfall schnell eingreifen und helfen.“ Das macht Busse und Bahnen für die Fahrgäste noch attraktiver. Das ist gut für die Umwelt und ein Gewinn für alle Beteiligten“, so der Verkehrsminister Winfried Hermann MdL auch die bundesweit einzigartige Vereinbarung.

DR Alexander Pischon fügte als Vorsitzender der Landesgruppe Baden-Württemberg des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen hinzu: „Die Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünde freuen sich, nun auch Polizisten die unentgeltliche Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Baden-Württemberg zu ermöglichen. Wichtig ist, dass Sie für die Fahrgäste erkennbar sind. Dadurch wird die Sicherheit im ÖPNV weiter erhöht.“

Freifahrtregelung im öffentlichen Nahverkehr

Seit 1998 haben uniformierte Polizisten im öffentlichen Nahverkehr freie Fahrt. Mit Zustimmung des Ministerpräsidenten und Innenministers Thomas Strobl, Verkehrsminister Winfried Hermann MdL und Dr. Alexander Pischon freie Fahrt für die Tarif- und Verkehrsverbände des Landes wird nun zum 1. Juli 2022 auch auf rund 4.200 Detektive in Baden-Württemberg ausgeweitet.

Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Freifahrtregelung ist, dass das Etui für den Polizeibeamtenausweis offen getragen wird. Außerdem müssen die Beamten Dienstausweis, Dienstwaffe und Armspangen dabei haben. Durch das offene Tragen der K-Etuis gehören die dazu Kriminalpolizei Baden-Württemberg jederzeit erkennbar. Bei dem Etui handelt es sich um ein Lederetui mit einem silber- oder goldfarbenen Polizeistern und dem Schriftzug „Kriminalpolizei“ auf der Vorderseite.

Die optisch erkennbaren Polizisten wirken möglichen Störungen allein durch ihre Anwesenheit entgegen und können bei Gefahr direkt eingreifen. Das erhöht das Sicherheitsgefühl in den Fahrzeugen und auf den Bahnsteigen.

„Bei sicherheitsrelevanten Zwischenfällen in Zügen kann es mitunter dauern, bis die notwendige Hilfe vor Ort ist Autofahrer werden objektiv reduziert, da die Behörden schnell und professionell eingreifen können. Gleichzeitig macht die Möglichkeit der kostenlosen Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel die Kriminalpolizei attraktiver. Letztlich kommt das Abkommen allen Beteiligten zugute“, sagte Innenminister Thomas Strobl.

Inspiriert von Landesregierung BW

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