"Expertengruppe Aerosole" beginnt nächste Woche

“Expertengruppe Aerosole” beginnt nächste Woche

Das Wissenschaftsministerium richtet eine “Expertengruppe Aerosole” ein. Es sollte klargestellt werden, wie das Infektionsrisiko mit SARS-CoV-2 in geschlossenen Räumen verringert werden kann.

Wie verbreitet sich das Coronavirus durch Ausatemluft im Raum? Wie lange überleben die Viren in der Luft? Welche Konzentration an virusbeladenen Aerosolen ist besonders in geschlossenen Räumen kritisch? Und welche Maßnahmen können ergriffen werden, um einer Kontamination im Raum entgegenzuwirken? Solche Fragen, die es jetzt schwieriger machen, die Pandemie mit Beginn des Herbstes zu kontrollieren, sollen von einer neuen „Aerosol-Expertengruppe“, die das Wissenschaftsministerium in der kommenden Woche einrichten wird, rasch angegangen werden. Die Lenkungsgruppe “SARS-CoV-2 (Coronavirus) wurde vom Ministerium beauftragt, dies am Mittwochabend zu tun.

„Wir müssen so schnell wie möglich mehr über die Übertragung von Viren durch Aerosole wissen. Die Wissenschaft kann uns helfen, die Pandemie gut zu überstehen “, sagte der Wissenschaftsminister Theresia Bauer. Die Verbreitung von Aerosolen selbst ist in vielen Bereichen seit langem ein Problem. “Die Verbindung mit dem SARS-CoV-2-Spread ist Neuland”, sagt Bauer. Dementsprechend liegen derzeit Schätzungen und vorläufige Erkenntnisse zu den unterschiedlichsten Facetten dieses Themas vor.

Erschwerend kommt hinzu, dass mehrere Fachbereiche von der Bewertung betroffen sind. Dementsprechend wird die „Expertengruppe Aerosole“ eine Vielzahl von Disziplinen abdecken. Die Expertengruppe soll verschiedene Schutzmaßnahmen – oder deren Kombinationen – im Hinblick auf den Infektionsschutz unter Berücksichtigung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse neu bewerten.

Wissenschaftler der Expertengruppe

  • Prof. Dr.-Ing. Achim Dittler, Ingenieur, Leiter von Institut für Maschinenbau und Mechanik (MVM), Arbeitsgruppe Gaspartikelsysteme (GPS), KIT: Abteilung für Raumluftverteilung / Aerosolausbreitung, Projekte zur Erzeugung und Trennung von Tröpfchenaerosolen, Charakterisierung von Feinststaub, neue Partikelmessmethoden, aktuelle Projekte zu Aerosolforschung.
  • Prof. Dr. Boris Mizaikoff, Chemiker, Institut für analytische und bioanalytische ChemieUniversität Ulm: Analyse von Viren und selektive Anreicherung von virusbeladenen Aerosolen, Projekte auf dem Gebiet der Infrarotsensortechnologie und -spektroskopie sowie biomimetische Erkennung auf Basis molekular geprägter Polymere (MIPs), zwei aktuelle Projekte in der Sonderfinanzierungslinie COVID-19 der Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst.
  • Prof. Dr.-Ing. Jennifer Niessner, Umweltingenieur, Institut für Strömung in additiv hergestellten porösen Strukturen (ISAPS), Universität Heilbronn: Institut für Technische Physik und Fluiddynamik, Forschungsprofessur für Strömungsmechanik, Filtereffekt in Materialien, Projekte zur ein- und mehrphasigen Strömung in porösen Medien, grenzflächenbasierte Beschreibung von Strömungen, Strömungssimulation (Computational Fluid) Dynamik), aktuelle Projekte im Aerosolproblem.
  • Prof. Dr. med. Hans-Georg Kräusslich, Kopf des Zentrum für Infektionskrankheiten, Dekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg, Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina: Abteilung für Infektiologie und Virologie, Initiator der Sonderfinanzierungslinie COVID-19 des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst (Kinderstudie und Forschung).
  • Prof. Dr. Thomas Iftner, Biologe, Direktor der Institut für Medizinische Virologie und Epidemiologie von Viruserkrankungen, Vizedekan von Medizinische Fakultät, Universitätsklinikum Tübingen: Abteilung für Virologie und Epidemiologie, im Fachausschuss der Sonderfinanzierungslinie COVID-19-Forschung, im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Online-Vorlesungsreihen und Mittagessen usw. unter Bezugnahme auf die COVID-19-Pandemie .
  • Prof. Dr. Gunnar Green, Experte für Raumklima, stellvertretender Leiter von Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP an der Universität Stuttgart, verschiedene Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Aerosoldispersion / Raumluftströmungen.
  • Stefan Brockmann, Staatliches Gesundheitsamt im Regionalrat von Stuttgart, Leiter der Abteilung Gesundheitsschutz und Epidemiologie
  • Prof. Dr. med. Heike von Baum, Kopf Abteilung Krankenhaushygiene, Schwerpunkt Infektionsepidemiologie, Universitätsklinikum Ulm:: Abteilung für Hygiene und Infektionsprävention, Hygienestandards, beteiligt am Aufbau der Autokorona-Teststationen in Ulm und Ehingen, stellvertretender Vorsitzender der RKI KRINKO-Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention.
  • Prof. Dr. med. Dr. phil. Claudia Spahn und Prof. Dr. med. Bernhard Richter, Kopf des Freiburger Institut für Musikmedizin, Universität Freiburg:: Spezialisiert auf Musikermedizin / Behandlung von Instrumentalisten mit physischen und psychischen Beschwerden. Die FIM veröffentlicht seit April 2020 eine Risikobewertung einer Koronainfektion im Musikbereich, die an die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse angepasst und aktualisiert wird.
  • Prof. Dr.-Ing. Michael Haibel, Professor für Lüftungs- und Klimatechnik, Thermodynamik und Gebäudebiologie, wissenschaftlicher Direktor Labor für Klimaanlagen, Fachhochschule Biberach:: Spezialisiert auf Lüftungs- und Klimatechnik, Thermodynamik und Gebäudebiologie.
  • Prof. Dr. Konstantinos Stergiaropoulos, Leiter von Institute für Gebäudeenergie, Thermotechnologie und Energiespeicherung (IGTE), Arbeitsgruppe “Indoor Climate Technology”, Universität Stuttgart: Spezialisiert auf Energieforschung, Umwelttechnologie, adaptives Bauen, Schwerpunkt: Wärmeübertragung, Kältetechnik, Wärmespeicherung, Raumklima, Energiemanagement, nachhaltige Gebäude und Nachbarschaften.

Finanzierung des Instituts für Musikmedizin

Zur Expertengruppe gehört auch das Management der bundesweit einzigartigen Institut für Musikmedizin. Die FIM an der Musikhochschule Freiburg ist eine gemeinsame Einrichtung der Musikhochschule und der Medizinischen Fakultät der Albert-Ludwig-Universität Freiburg. Es wurde 2005 mit Unterstützung des Staates gegründet. Derzeit erhält es Corona-Hilfsmittel aus dem Sofortprogramm des Ministeriums, den Populärkulturverbänden. Die FIM berät das Wissenschaftsministerium sowie die staatlichen Amateurmusikverbände in allen Fragen der Risikominimierung und bei der Erstellung beispielhafter Hygienekonzepte für Amateurmusikveranstaltungen.

Erstes Treffen in der kommenden Woche

Die „Expertengruppe Aerosole“ sollen bereits nächste Woche ihre Arbeit aufnehmen. Das erste ist, die neuesten Informationen aus allen Fachgebieten zu sammeln, offene Fragen zu identifizieren und das Infektionsrisiko wissenschaftlich zu bewerten. Dadurch können aktuelle Schutzkonzepte und deren Kombinationen bewertet werden. Die Expertengruppe sollte nach Bedarf erweitert werden und sachkundige Gäste sollten sich beraten lassen können, um auf bestimmte oder neue Fragen reagieren zu können.

.
Inspiriert von Landesregierung BW

Ein guter Tipp ist auch regelmäßig auf der Facebook-Seite Mein Stuttgart vorbeizuschauen. Dort erhalten Sie zahlreiche nützliche News, Ratgeber und jede Menge Jobs in Stuttgart und Umgebung.

Zur Facebook-Seite



Auch interessant

Baden-Württemberg gestaltet den digitalen Wandel aktiv mit

Initiative zum Bau deutscher Quantencomputer

Die Bundesregierung will eine Initiative des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt zur Einrichtung deutscher …

Hinterlasse einen Kommentar

mehr
Erlaubt HTML-tags und Attribute: <a href="" title=""> <blockquote> <code> <em> <strong>

How to whitelist website on AdBlocker?