Evaluation des Gleichstellungsgesetzes liegt vor

Evaluation des Gleichstellungsgesetzes liegt vor

Die Evaluation des Gleichstellungsgesetzes liegt vor. Der Bericht stellt positive Entwicklungen hin zu mehr Gleichstellung von Frauen und Männern im öffentlichen Dienst fest, zeigt aber auch Entwicklungspotenziale auf.

Mit dem 2016 in Kraft getreten „Gesetz zur Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern im öffentlichen Dienst in Baden-Württemberg“ Die Landesregierung will gezielt die berufliche Weiterentwicklung von Frauen in der Verwaltung fördern und die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf weiter verbessern. Seit der Gesetzesnovelle 2016 sind Stadt- und Landkreise sowie Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern verpflichtet, Gleichstellungsbeauftragte zu bestellen. Die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten sollen die Frauenförderung auf kommunaler Ebene fördern und einen entscheidenden Beitrag zu mehr Gleichberechtigung im öffentlichen Dienst leisten.

„Um die tatsächliche Chancengleichheit von Frauen und Männern weiterzuentwickeln, braucht es verlässliche Daten. Mit der Evaluation des Gleichstellungsgesetzes haben wir nun einen guten Überblick darüber, wie die Maßnahmen des Gesetzes greifen und wie wir die Gleichstellung vorangebracht haben“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg, Dr. Ute Leidig.

Frauen in Top- und Führungspositionen unterrepräsentiert

Im Frühjahr 2020 wurde die Universität Heidelberg mit der Evaluierung des Gleichstellungsgesetzes beauftragt. Der Evaluierungsbericht ist ab sofort verfügbar und auf der Website des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration in einem Kurz- (PDF) und in einem Langversion (PDF) zum Download bereit.

Insgesamt zeigt der Evaluierungsbericht positive Entwicklungen, die sich in dem aktuell hohen Frauenanteil in der öffentlichen Verwaltung widerspiegeln. Dies gilt jedoch nicht für Spitzenpositionen und Führungspositionen. Frauen sind hier noch immer unterrepräsentiert und im Verhältnis zu ihrem Anteil an der Gesamtzahl nicht vertreten. In den größeren Kommunen wurden Gleichstellungsbeauftragte für vielfältige Aufgaben eingestellt, wie zum Beispiel die Erstellung von Chancengleichheitsplänen, die Teilnahme an Einstellungsverfahren, die Schulung von Verwaltungspersonal und die Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Gleichstellung. Die Umsetzung dieser Aufgaben ist sehr unterschiedlich und bietet weiteres Entwicklungspotenzial.

Methoden und weitere Ergebnisse der Untersuchung

Im Rahmen der Auswertung wurden Personalstatistiken untersucht, Online-Befragungen durchgeführt sowie Einzel- und Gruppeninterviews geführt. Da die Gesetzesnovelle 2016 die Gemeinden und Kreise als neuen Anwendungsbereich umfasst, steht die Umsetzung des Gesetzes auf kommunaler Ebene im Fokus der Evaluation.

Die Erhebung auf kommunaler Ebene zeigt ein gemischtes Bild. Das Thema Gleichstellung hat sich mittlerweile in den größeren kreisfreien Städten und Gemeinden sowie in den Landkreisen etabliert, auch wenn bei der konkreten Umsetzung des Gesetzes noch Defizite erkennbar sind. Bei kleineren Gemeinden zeigen die Evaluationsergebnisse jedoch meist noch einen deutlichen Informations- und Umsetzungsbedarf.

In den Umfragen berichteten die Beteiligten auf Landesebene, dass sowohl das ursprüngliche Gesetz als auch die aktuelle Novelle bereits positive Effekte zeigen. Gleichstellungsfragen erfreuen sich zunehmender Akzeptanz. Gleichzeitig weisen sie jedoch auf teilweise ungenaue Formulierungen und Gesetzeslücken sowie auf fehlende Kenntnisse und Verständnis des Gleichstellungsgesetzes, unter anderem in den Reihen der Führungskräfte, hin.

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