Ersatzgebäude für die Technische Universität Ulm am Oberen Eselsberg

Ersatzgebäude für die Technische Universität Ulm am Oberen Eselsberg

Der Ersatzbau der Technischen Universität Ulm am Oberen Eselsberg ist fertiggestellt. Bei der Übergabe lobte Finanzstaatssekretärin Gisela Splett das einzigartige und innovative Energiekonzept des kompakten Gebäudes. Damit trägt sie zur Energiewende bei.

Staatssekretär für Finanzen Gisela Splett und Dr. Hans Reiter, Ministerialdirektor des Wissenschaftsministeriums, übergaben den Ersatzbau am Donnerstag, 29. Juli Technische Universität Ulm (TH Ulm) übergeben.

Staatssekretärin für Finanzen Gisela Splett: „Das Energiekonzept ist in Deutschland einzigartig und hochinnovativ. Zudem wird das Gebäude selbst zum Inhalt der Forschung. Auch das ist vorbildlich. “

Strahlkraft für die ganze Region

Ministerialdirektor Dr. Reiter: „Der Neubau wird das Profil und die Strahlkraft der Hochschule Ulm sowohl in der Wissenschaftsstadt Ulm als auch in der gesamten Donau-Iller-Region in den kommenden Jahren entscheidend prägen.“

Der Neubau wurde als kompakter, fast quadratischer Baukörper geplant. Die Laborbereiche gruppieren sich um zwei Innenhöfe. Die Büros und Seminarräume sind mit Blick auf die Albert-Einstein-Allee und den angrenzenden Naturraum angeordnet. Das Foyer kann auch für Veranstaltungen genutzt werden. Die Werkstätten befinden sich im Untergeschoss und können somit direkt von der Manfred-Börner-Straße aus bedient werden. Ein zwischen Neu- und Altbau geplanter gemeinsamer Freiraum verbindet die beiden Gebäude zu einem Komplex.

Effizienzhaus Plus

Das Gebäude kann als Effizienzhaus Plus Decken Sie den gesamten Energie- und Wärmebedarf selbst und übertragen Sie überschüssige Energie in das bestehende Netz. Eine intelligente Kopplung der Energieströme mit dem benachbarten Bestandsgebäude und dem Energienetz des Oberen Eselsbergs ermöglicht ein innovatives Gesamtenergiekonzept. Im Vergleich zu anderen Bildungsbauten mit Effizienzhaus Plus-Standard ist der Neubau bundesweit ein Leuchtturmprojekt.

Die TH Ulm nutzt das Energieeffizienz-Plus-Gebäude mit seiner Anbindung an die bestehenden Energienetze als Reallabor. Laborversuche für Heizung, Lüftung, Kühlung, Beleuchtung, Solarthermie und Photovoltaik, Kraft-Wärme-Kopplung, Biomasse, Speicher und die dazugehörige Mess- und Regeltechnik sind Bestandteil des Gebäudes. Das Gebäude kommuniziert mit seinen Nutzern, mit seiner Umgebung und den Leitstellen der lokalen Energieversorger. Strom-, Fernwärme- und Gasanschlüsse werden in zwei Richtungen genutzt, um Energie zu empfangen und zu liefern.

Konkreter Beitrag zur Energiewende

Gisela Splett: „Die Energiewende wird in diesem Gebäude konkret und nachvollziehbar. Das macht es zu etwas Besonderem. “

Rund 43 Millionen Euro hat das Land in den Ersatzbau investiert, der im Rahmen einer Bundesforschungsförderung im Standard Effizienzhaus Plus errichtet wurde. Der Entwurf des Ersatzgebäudes mit einer Fläche von knapp 6.000 Quadratmetern stammt von Ulm Amt des Landesamtes für Vermögen und Bau Baden-Württemberg. Für die Ausführungsplanung und Bauüberwachung waren Spreen Architekten aus München zuständig.

Gemeinsamer Campus der TH Ulm

Mit dem Ersatzbau erhält die Hochschule Ulm ein Institut in direkter Nachbarschaft zu den seit den 1990er Jahren errichteten Universitätsgebäuden an der Albert-Einstein-Allee. Mit dem neuen Standort können die nicht mehr wirtschaftlich sanierbaren Gebäude an der Eberhard-Finck-Straße in Ulm-Böfingen aufgegeben werden. Die Hochschule wird künftig auf dem Campus Oberen Eselsberg und dem Campus Prittwitzstraße angesiedelt sein.

Auf dem Dach ist eine 2.000 Quadratmeter große Photovoltaikanlage mit 420 Kilowatt Peak (kWp) installiert. Vom lokal erzeugten Strom sollen 75 Prozent im Gebäude selbst verbraucht und 25 Prozent ins Netz eingespeist werden. Beheizt bzw. gekühlt wird das Gebäude durch eine reversible Wasser-Wasser-Wärmepumpe, die an das bestehende Fernkältenetz des Campus auf dem Oberen Eselsberg angeschlossen und durch einen 50 Kubikmeter großen Pufferspeicher ergänzt wird. Die bei der Wärmeerzeugung anfallende Kälteenergie wird in das Fernkältenetz eingespeist. Die Entlastung der zentralen Kälteerzeugung ist ein weiterer Energieertrag in der Gesamtbilanz des Effizienzhaus-Plus-Standards. Insgesamt wird von einem Jahresüberschuss in der Energiebilanz von knapp 17.000 Kilowattstunden pro Jahr (kWh/a) ausgegangen. Dies entspricht dem Energieverbrauch zum Leben in einem durchschnittlichen Haushalt in Deutschland.

Finanzministerium, Mediathek: Bilder vom Neubau

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