Welt Nachrichten

Dugong, das sanfte Meeressäugetier, wurde in China für ausgestorben erklärt

Der Dugong, ein sanftmütiges Meeressäugetier, das alte mythische Geschichten über Meerjungfrauen inspiriert haben soll, wurde von Forschern in China für ausgestorben erklärt.

Untersuchungen der Zoological Society of London (ZSL) und der Chinesischen Akademie der Wissenschaften zufolge haben Fischerei, Schiffsstreiks und der vom Menschen verursachte Lebensraumverlust dazu geführt, dass die Zahl der Dugongs in chinesischen Gewässern seit den 1970er Jahren rapide zurückgegangen ist.

Samuel Turvey, Professor an der Zoological Society of London und Mitautor der Studie, beschrieb es als „verheerenden Verlust“.

„Ihre Abwesenheit wird nicht nur einen Dominoeffekt auf die Funktion des Ökosystems haben, sondern dient auch als Weckruf – eine ernüchternde Erinnerung daran, dass es zu Aussterben kommen kann, bevor wirksame Schutzmaßnahmen entwickelt werden“, sagte Professor Turvey.

Die Studie wurde von einem Team internationaler Wissenschaftler durchgeführt, die Interviews in 66 Fischergemeinden in vier chinesischen Provinzen entlang der Küstenregion des Südchinesischen Meeres führten. In den letzten fünf Jahren gaben nur drei befragte Personen aus diesen Gemeinden an, einen Dugong gesehen zu haben.

Meereslebensräume der Dugong, die von Menschen geschädigt wurden

Menschliche Aktivitäten führten zur Erschöpfung des Meereslebensraums des Tieres, so die Studie. Ihre Ernährung hängt stark von Seegras ab, dessen Wachstum durch menschliche Aktivitäten von der Küstenentwicklung bis zur Wasserverschmutzung beeinflusst wurde.

Professor Turvey sagte, dass solche Aktivitäten, einschließlich des Zuflusses von Abwässern, das Licht blockiert und die Photosynthese von Seegras verhindert haben.

Dugongs wiegen fast eine halbe Tonne, können bis zu 13 Fuß lang werden und bis zu 70 Jahre alt werden. Sie werden mit einer glatten, blassen Haut geboren, die mit zunehmendem Alter dunkler wird.

Sie kommen in Küstengewässern von Ostafrika bis Vanuatu und bis nach Japan vor und werden von der International Union for Conservation of Nature als gefährdet eingestuft.

Viele glauben, dass die Tiere aufgrund ihres Delphin-ähnlichen Schwanzes und ihrer freundlichen Haltung alte Seefahrtsgeschichten von Meerjungfrauen inspiriert haben.

Sie werden wegen ihrer Größe und beruhigenden Natur auch als „Seekuh“ bezeichnet.

Quelle: The Telegraph

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"