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Digitale Arbeitsmarktreisen

Staatssekretärin Katrin Schütz diskutierte im Rahmen ihrer arbeitsmarktpolitischen Reise in die Verwaltungsbezirke Stuttgart und Freiburg mit verschiedenen Akteuren und drei Unternehmen aktuelle Fragen der Arbeitswelt.

Staatssekretärin Katrin Schütz besuchte im Rahmen ihrer arbeitsmarktpolitischen Reise die Verwaltungsbezirke Stuttgart und Freiburg. Aufgrund der Korona fand die Reise wieder in digitaler Form statt. „Es ist mir besonders wichtig, weiterhin Ideen direkt mit Unternehmen und Mitarbeitern sowie mit Sponsoren und Kammern auszutauschen. Das funktioniert auch digital gut “, sagte Staatssekretärin Katrin Schütz. Die Reise führte am Morgen in die Stuttgarter Verwaltungsregion Bechtle AG in Neckarsulm, zur Carl Zeiss AG in Oberkochen sowie zu DXC-Technologie in Boeblingen. Am Nachmittag stand der Freiburger Landkreis auf dem Programm, wo Schütz der Waldkircher Arbeits- und Qualifikationsunternehmen WABE gGmbH und das BfA – Bildung für alle e. V. V. ebenso wie Handwerkskammer Konstanz einen virtuellen Besuch abgestattet.

Frauen in MINT-Berufen

Der Staatssekretär bekam eine Vorstellung davon, wie die Bechtle AG das durchgemacht hat Corona-Pandemie und wie sich dies auf die Ausbildungssituation in diesen herausfordernden Zeiten auswirkt, insbesondere im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technologie). Derzeit absolvieren 700 junge Menschen eine Ausbildung oder ein duales Studium bei der Bechtle AG. Um mehr weibliche IT-Spezialisten für das Unternehmen zu gewinnen, nimmt Bechtle in Zusammenarbeit mit der Universität Heilbronn mit „WoMent“ an einem Mentoring-Programm für Studentinnen teil.

„Leider bestehen weiterhin Klischees und soziale Stereotypen, wonach Jungen technisch begabter sind als Mädchen. Wir wollen daher Mädchen und Frauen die Chancen und die Faszination technischer und IT-Berufe vermitteln “, sagte Schütz. Das Wirtschaftsministerium hatte bereits 2010/11 eine staatliche Initiative und ein Bündnis “Frauen in MINT-Berufen” zum Leben erweckt. Ziel ist es, die landesweiten Aktivitäten der zentralen MINT-Akteure des Landes (jetzt 59 Allianzpartner) im Rahmen einer gemeinsamen lebensphasenorientierten Gesamtstrategie zu bündeln, zu koordinieren und zu vernetzen.

Das Gespräch mit Vertretern der Zeiss-Gruppe aus Oberkochen befasste sich auch mit der Förderung junger Talente in „MINT“ -Berufen. Zeiss ist auf vielfältige Weise involviert, beginnend an verschiedenen Punkten auf dem Bildungs- und Karriereweg. Zeiss ist Hauptsponsor des neuen studentischen Forschungszentrums der Universität Aalen, um bei Kindern und Jugendlichen Neugier im wissenschaftlichen und technischen Bereich zu wecken. “Die Region Ost-Württemberg kann von dieser MINT-Finanzierung stark profitieren”, sagte Schütz mit Überzeugung. Als weiteres Beispiel für die Förderung von Frauen in MINT-Berufen tauschte sich Staatssekretärin Schütz über den „Frauenpreis – für starke Frauen in der IT“ aus, mit dem Zeiss sich auf die vielfältigen Karrieremöglichkeiten von Frauen in der IT-Branche konzentrieren möchte.

Innovative Schulungsmöglichkeiten

Am Nachmittag hatte der Staatssekretär einen Termin mit den Sponsoren der Waldkircher Arbeits- und Qualifikationsgesellschaft WABE gGmbH und der BfA – Bildung für Alle e. V. Sie informierten Schütz über das neue Modellprojekt „Arbeit überdenken“. Dies soll Frauen und ältere Menschen im SGB II begleiten – langfristiger Leistungsbezug auf dem Weg zu einer stärkeren Teilnahme am Arbeitsleben und, wenn möglich, zu einem neuen Arbeitsplatz. Zu diesem Zweck sollten neue Konzepte ausprobiert und vor allem die Teilnehmer selbst eng in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Der Staatssekretär war von den innovativen Ideen und dem Ansatz begeistert. “Ich freue mich sehr über so viel positive Energie und das große Engagement und freue mich über die weiteren Entwicklungen”, betonte Schütz und schloss einen Besuch vor Ort nicht aus, sobald die Koronapandemie vorbei ist. Die Projektdurchführung an den Standorten im Landkreis Emmendingen und in der Stadt Freiburg wird vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg mit 237.600 Euro aus Mitteln des Staatlichen Arbeitsmarktprogramms (LAMP) finanziert. Ziel ist es, drei „Arbeitsmarktlabors“ mit jeweils 40 Teilnehmern zu betreiben. Daraus sind zusammen mit den Beteiligten und Experten – wie Vermittlungsspezialisten aus den Jobcentern, aber auch Vertretern der regionalen Wirtschaft – die weiteren Lerngruppen und Lerninhalte zu ermitteln. Im Verlauf des Projekts wird in mehreren Lerngruppen gearbeitet, bei Bedarf kann aber auch Kinderbetreuung angeboten werden. Kontakte sollen durch Coaches, insbesondere durch neue Kommunikationsmedien, hergestellt und gestärkt werden. “Ich bin sicher, dass wir mit diesem Modell wichtige Erfahrungen sammeln werden, mit denen wir weiterhin Pioniere im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit sein werden”, sagte Schütz.

Auch der Staatssekretär der Handwerkskammer Konstanz hat einen virtuellen Besuch abgestattet. Wie die Bildungsakademie die Krise bisher überstanden hat und wie Corona die berufliche Aus- und Weiterbildung verändert, waren hier wichtige Themen. Schütz tauschte sich über die Erfahrungen aus, die mit dem in der Vergangenheit vom Staat finanzierten Projekt “Digitalisierung und vernetztes Lernen in der dualen Berufsausbildung im Handwerk” gemacht wurden. Das Projekt sollte zur Digitalisierung der Meisterausbildung beitragen. Der Schwerpunkt lag auf der Entwicklung und Erprobung digitaler Lehr- und Lernangebote zur Vorbereitung auf die Prüfung in bis zu sechs Berufen. Die Handwerkskammer und die Bildungsakademie konnten von dieser Erfahrung bei der Koronapandemie profitieren. Schütz schloss: “Die Koronapandemie hat der Digitalisierung in Schulen und Bildungseinrichtungen einen Schub gegeben. Es ist großartig zu sehen, welche Konzepte die Bildungsakademie hat, damit das Thema auch in Zeiten von Korona vermittelt werden kann.”

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