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Die Stadtwerke Herrenberg kündigen alle Stromverträge

Die Stadtwerke Herrenberg (Kreis Böblingen) kündigen alle bestehenden Stromverträge. Dies sei eine Reaktion auf die „dauerhaft angespannte Lage auf dem Energiemarkt“, teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch mit. Wer einen neuen Liefervertrag abschließen möchte, kann den Vertrag online oder in Papierform bei den Stadtwerken einreichen. Allerdings könnten dann nur rund 45 Prozent der Bestandskunden mit Strom versorgt werden.

Stadt Herrenberg: Grundversorger springen ein

Wer keinen neuen Vertrag mit den Stadtwerken abschließen will oder für den es kein Kontingent mehr gibt, wird laut Auskunft der Stadtverwaltung automatisch mit den Konditionen des Grundversorgers EnBW beliefert. Kunden werden in diesen Tagen per Post darüber informiert, dass der Preis pro Kilowattstunde von derzeit 26,35 auf 44,18 Cent steigt. Auch der monatliche Grundpreis wird auf 15,52 Euro angehoben.

„Der Einkauf an den Energiemärkten ist in diesem Jahr kaum kalkulierbar.“

Karsten Kühn, Geschäftsführer der Stadtwerke Herrenberg

Die Preise unterliegen kurzfristig außergewöhnlich hohen Schwankungen und erfordern schnelle Reaktionen, teilweise wird der Handel komplett eingestellt, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Karsten Kühn. „Wir müssen die Beschaffungsstrategie mehrmals täglich anpassen.“

Gas wird teurer – Verträge bleiben bestehen

Beim Erdgas sind die Stadtwerke – anders als beim Strom – die Grundversorger der Herrenberger. Allerdings steigt auch der Gaspreis – wieder: Er wurde zuletzt am 1. Oktober 2022 erhöht. Bei einem Gasverbrauch bis 3.400 Kilowattstunden zahlen Kunden dann ab dem 1. Januar 30,81 Cent pro Kilowattstunde statt 25,73 Cent. Der Grundpreis bleibt gleich. Die Stadt weist darauf hin, dass allen Kunden angesichts der Tariferhöhungen ein Kündigungsrecht zum Jahreswechsel zustehe.

Weitere kurzfristige Änderungen können nicht ausgeschlossen werden

Nach den nun angekündigten Maßnahmen schließen die Stadtwerke weitere Änderungen nicht aus. Stadtwerke-Manager Kühn sagte: „Wir erwarten 2023 weitere Turbulenzen auf dem Energiemarkt und müssen angesichts der starken Preisschwankungen leider weiterhin kurzfristig auf Entwicklungen reagieren.“

Siehe auch  Bessere Luft dank Umweltzonen

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