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Die russische Armee versucht, Obdachlose für den Kampf in der Ukraine zu rekrutieren

Rekrutierer der russischen Armee in St. Petersburg haben versucht, obdachlose Männer davon zu überzeugen, sich als Soldaten für den Kampf in der Ukraine anzumelden, während sie darum kämpfen, die Arbeitskräfte des Militärs aufzustocken.

Die Wohltätigkeitsorganisation Nochlezhka sagte, Beamte hätten ihre Obdachlosenheime in einem zentralen Stadtteil ins Visier genommen.

„(Ein Anwerber) bot an, Flugblätter zu verteilen, in denen erklärt wurde, dass Männer zum Dienst im Rahmen von Verträgen einberufen werden sollten“, zitierte der Rotunda-Nachrichtendienst eine ungenannte Quelle bei Nochlezhka. „Der diensthabende Beamte hat die Verteilung der Flugblätter nicht zugelassen.“

Rotunda, ein in St. Petersburg ansässiger Nachrichtendienst, der auf dem Social-Media-Kanal Telegram veröffentlicht, sagte, Beamte der Stadtverwaltung hätten bestätigt, dass ein Anwerber „aus eigener Initiative“ versucht habe, aus der obdachlosen Bevölkerung der Stadt zu rekrutieren.

Der Kreml hat Regionen in ganz Russland befohlen, sogenannte Freiwilligenbataillone für den Krieg in der Ukraine aufzustellen, aber die Aufnahme war langsam.

Höchstalter der Rekruten erhöht

Um die Zahl zu erhöhen, hat es das Höchstalter der Rekruten bereits auf 59 Jahre erhöht, wenn sie über militärische Erfahrung verfügen, und bietet große Anmeldeprämien von rund 5.000 GBP.

Auch die russische Armee verlässt sich auf die Wagner-Söldnergruppe, um Lücken in ihrer Frontlinie in der Ukraine zu schließen.

Wagner hat erstmals eine öffentliche Rekrutierungskampagne gestartet und rekrutiert auch aktiv aus Russlands Gefängnissen.

Rotunda hat auch berichtet, dass Anwerber der russischen Armee angewiesen wurden, ehemalige Soldaten zu berücksichtigen, die wegen Missachtung oder Verbrechen entlassen wurden.

Der Kreml wollte St. Petersburg und Moskau davor schützen, Freiwilligenbataillone aufzustellen, aber da die Fahrten an den ärmeren Rändern langsamer wurden und die Opfer zunahmen, war er gezwungen, diesen Plan fallen zu lassen.

Wladimir Putin hat es vermieden, seinen Einmarsch in die Ukraine als Krieg zu bezeichnen, was bedeutet, dass er rechtlich nur Freiwillige und keine Wehrpflichtigen in den Kampf schicken darf.

Quelle: The Telegraph

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