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Der Dialogprozess schafft die Weichen für die zukünftige Kulturpolitik

Der Dialogprozess schafft die Weichen für die zukünftige Kulturpolitik

In einem zweijährigen Beteiligungsprozess „Dialog | Kulturpolitik für die Zukunft “, hat die Landesregierung die Grundlage für eine Kulturpolitik für das nächste Jahrzehnt mit Kulturinteressierten und Kulturinteressierten entwickelt. Die Ergebnisse des kulturellen Dialogs sind jetzt verfügbar.

Das badisch-württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst präsentierte die Ergebnisse seines kulturellen Dialogs über den Staatssekretär Petra Olschowski hat im Kabinett berichtet. Der Kunstminister Theresia Bauer und Staatssekretär Olschowski initiiert Der Beteiligungsprozess “Dialog | Kulturpolitik für die Zukunft” begann im Juni 2018 und lief über zwei Jahre. Insgesamt nahmen 1.250 Personen teil. Ziel war es, gemeinsam über die wichtigsten kulturpolitischen Aufgaben des nächsten Jahrzehnts nachzudenken.

“Auch und gerade in schwierigen Phasen ist uns Kulturpolitik wichtig”

„In den letzten Monaten ist die Kulturszene unter der Corona-Pandemie litt und leidet weiterhin unter ihren Folgen. Die Wochen und Monate der Pandemie haben auch gezeigt, wie kreativ die Szene mit der Krise umgegangen ist, und sie hat sich nun langsam wieder geöffnet. Darüber freue ich mich sehr “, sagte Premierminister Winfried Kretschmann im Anschluss an die Kabinettssitzung. Und er betonte: „Die Bedeutung der Kultur für unsere Gesellschaft ist jetzt offensichtlich: Sie stärkt, hinterfragt, lokalisiert aktuelle Ereignisse in einem größeren Ganzen und unterhält sie. Deshalb ist uns Kulturpolitik auch in schwierigen Phasen wichtig. Und umso dringlicher ist die Frage, wie wir in Baden-Württemberg die richtigen Rahmenbedingungen für Kunst und Kultur schaffen können. Ich möchte allen danken, die an diesem Dialogprozess teilgenommen haben. Sie liefern wichtige Informationen für Politiker. Die sektorübergreifenden Ergebnisse des Kulturdialogs bilden die Grundlage für die Kulturpolitik der kommenden Jahre. “”

Umfassender Beteiligungsprozess

Das Kunstministerium hat Kulturschaffende aus allen Branchen und Bereichen, externe Experten, Vertreter freiwilliger Initiativen, engagierter Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft sowie aus Verwaltung und Politik zusammengebracht, die aktiv an Workshops und Podiumsdiskussionen teilgenommen haben und Beratergruppen haben sich in allen Sektoren und Hierarchien mit den Themen „digitale Welten“, „Transformationsstrategien“, „neue soziale Allianzen“ und „Kunst und Kultur in ländlichen Gebieten“ befasst.

„Dialog und Veröffentlichung geben den Politikern Handlungsspielräume. Wir haben bereits einige Maßnahmen umgesetzt, andere Aufgaben liegen noch vor uns. Einzelne Themen haben sich aufgrund der Auswirkungen der Koronapandemie verschärft “, sagte Staatssekretär Olschowski. Die soziale Situation der Künstler und die finanzielle Situation der vielen großen und kleinen Kulturinstitutionen des Landes stehen jetzt besonders im Fokus.” Baden-Württemberg zeichnet sich durch eine starke, lebenswichtige Kulturlandschaft sowohl in Städten als auch in ländlichen Gebieten aus. Der kulturelle Dialog hat dies erneut gezeigt. Wir müssen alles tun, um sie durch die schwierige Zeit zu führen “, betonte Olschowski Masterplan Kultur BW | Kunst trotz der Entfernung wichtige Unterstützungsprogramme für Kunst- und Kulturinstitutionen.

Dringende Aufgabe: die soziale Situation des Künstlers

“Wenn durch die Koronapandemie etwas besonders deutlich geworden ist, ist es die prekäre Situation, in der sehr viele Künstler leben und arbeiten”, sagt Olschowski. „Baden-Württemberg reagierte im Frühjahr schnell mit der Einführung von Nothilfe. Die soziale Situation der Künstler muss berücksichtigt werden. Freiberufliche Künstler müssen fair bezahlt werden, zum Beispiel durch Einhaltung des Mindestlohns oder nach den Richtlinien der Verbände. Die Höhe des Mindestlohns im Bereich der kollektiv beschäftigten Künstler muss angemessen erhöht werden, damit sie ihren Lebensunterhalt sichern können “, sagte Olschowski. Der Staat wird künftig ausdrücklich die Einhaltung der Standards bei seiner Finanzierung fordern.

Weitere wichtige Ergebnisse des Dialogprozesses sind: künstlerische Freiheit, weiterhin voll verteidigt zu werden; die notwendige organisatorische Entwicklung kultureller Institutionen durch spezifische Beratungsdienste zu unterstützen; weitere Stärkung der Vielfalt, der Gleichstellung der Geschlechter und jüngerer Perspektiven; Kulturelle Partizipation bleibt eine dringende Aufgabe für alle Bereiche der Kultur; Die Kulturfinanzierungspolitik für ländliche Gebiete ist anders zu gestalten als für städtische Zentren.

Fokus auf nachhaltige Arbeit und Management im Kulturbereich

“Sowohl die Kulturschaffenden als auch wir sehen die deutliche Stärkung von Nachhaltigkeit und Klimaschutz als neue Aufgabe”, sagte Olschowski. Jede staatliche Institution muss daher in Zukunft ein Konzept entwickeln, das Klima- und Umweltgerechtigkeit sowie soziale Strukturen in den Arbeitsprozessen berücksichtigt. “Schließlich ist die Entwicklung hin zu mehr Nachhaltigkeit die große Herausforderung für unsere gesamte Gesellschaft – und Kulturpolitik muss immer als Sozialpolitik verstanden werden”, betonte Olschowski.

Die Veröffentlichung dokumentiert den gesamten Prozess und seine Ergebnisse

Der gesamte Dialogprozess und seine Ergebnisse sind jetzt in einer 180-seitigen Publikation verfügbar. Dazu gehören Empfehlungen und Best-Practice-Beispiele aus den vier Themenforen, Aufsätze von Rednern wie der Schriftstellerin Thea Dorn und dem Philosophen Markus Gabriel sowie 13 Abschlussarbeiten. Die Druckversion wird durch eine noch umfangreichere Website ergänzt.

Erste Ergebnisse bereits im laufenden Prozess

„Ziel war es von Anfang an, schnell Handlungsempfehlungen aufzunehmen. Wir haben im laufenden Prozess bereits zahlreiche Impulse aus der intensiven Forumarbeit umgesetzt “, fügte der Staatssekretär hinzu. „Der kulturelle Dialog hat unter anderem gezeigt, dass in ländlichen Gebieten Beratungsdienste und fachlich kompetente Kontakte erforderlich sind, die als Schnittstellen und Inkubatoren fungieren.“ In sechs Distrikten wurden mit Unterstützung des Staates regionale Kulturmanager ernannt, die als Ansprechpartner für die standortübergreifende Unterstützung bei kulturellen Fragen fungieren.

Eine weitere Forderung, insbesondere von Museen, war eine langfristige Stärkung im Bereich der Digitalisierung. “Ich bin daher sehr dankbar, dass das Landtag es ermöglicht hat, in diesem Jahr 20 feste Stellen für digitale Manager in den Landesmuseen einzurichten”, sagt Olschowski.

Der Staat unternimmt einen wichtigen Schritt mit der Einrichtung eines interkulturell ausgerichteten Kompetenzzentrums für kulturelle Bildung und Mediation. “Dieser Kontakt- und Netzwerkpunkt ist ein bahnbrechendes Ergebnis des Dialogprozesses und eine Maßnahme für mehr Gleichheit und Teilhabe im Bildungsbereich für alle, unabhängig von ihrer ethnischen, kulturellen und sozialen Herkunft”, betonte der Staatssekretär.

Livestream: Ergebnisse und Schlussfolgerungen werden diskutiert

Die Ergebnisse des Kulturdialogs werden am Mittwoch, den 21. Oktober ab 16 Uhr pro Person veröffentlicht Liveübertragung Die Abschlussveranstaltung mit Kunstministerin Theresia Bauer und Staatssekretärin Petra Olschowski wurde vorgestellt und die Schlussfolgerungen diskutiert. Auch die vier Forenleiter und andere Teilnehmer kommen zu Wort. Die Zuschauer können sich virtuell einschalten und an der Diskussion teilnehmen. Der Dialogprozess wird durch Filme und persönliche Äußerungen wieder greifbar.

Dialogprinzip: Weitere Grundlage der Kulturpolitik des Landes

Nicht zuletzt ist eines der Ergebnisse des Kulturdialogs, dass das dialogische Prinzip auch die Grundlage für die Kulturpolitik sein und auch in Zukunft fortgesetzt werden muss. Olschowski: “Jetzt endet das Format, aber nicht der Dialog: Der intensive Austausch zwischen Kulturschaffenden und allen Bereichen der Kulturförderung geht weiter.”

Livestream, Website und Veröffentlichung

Das neue Website für den mehrstufigen Beteiligungsprozess „Dialog | Kulturpolitik für die Zukunft “ wird am 21. Oktober während der Abschlussveranstaltung mit Ministerin Theresia Bauer, Staatssekretärin Petra Olschowski und den Forumleitern aktiviert. Dies wird über gesendet Liveübertragung Transfer. Interessenten können virtuell an der Diskussion teilnehmen.

Dialog | Kulturpolitik für die Zukunft

Publikation „Dialog | Kulturpolitik für die Zukunft “(PDF)

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst: Kulturpolitik für die Zukunft

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