Das Kabinett verabschiedet eine aktualisierte Teststrategie

Das Kabinett verabschiedet eine aktualisierte Teststrategie

Der Ministerrat hat die vom Sozialministerium entwickelte aktualisierte SARS-CoV-2-Teststrategie gebilligt. Neben der Prüfung von Personen mit entsprechenden Symptomen sieht die Strategie auch Tests mit einem Antigen-Schnelltest vor, insbesondere in Alten- und Pflegeeinrichtungen.

In seiner heutigen Sitzung hat der Ministerrat die aktualisierte SARS-CoV-2-Teststrategie von Baden-Württemberg gebilligt, die vom Sozialministerium ausgearbeitet wurde und im Wesentlichen auf der nationalen Teststrategie der Bundesregierung basiert. Die Strategie sieht neben der Prüfung von Menschen mit entsprechenden Symptomen nach dem Empfehlung des Robert Koch Instituts (RKI) einschließlich der folgenden Tests:

  • Prüfung enger asymptomatischer Kontakte und Haushaltsmitglieder infizierter Personen
  • Testen von Menschen, die haben Corona Warn-App erhielt eine Warnung “Erhöhtes Risiko”
  • Testen, wann ein Fall in kommunalen Einrichtungen (Schulen, Kindertagesstätten, Flüchtlingsunterkünften usw.) sowie in medizinischen und Pflegeeinrichtungen (Patienten, Anwohner und Mitarbeiter), Präventions- und Reha-Einrichtungen, ambulanten Integrationshilfsdiensten und bei Ausbrüchen auftritt zum Beispiel in Schlachthöfen, Kirchengemeinden oder Behörden
  • Asymptomatische Personen haben auch Anspruch auf eine Prüfung innerhalb von zehn Tagen nach der Einreise nach Deutschland, wenn sie sich in den 14 Tagen vor der Einreise zu irgendeinem Zeitpunkt in einem Risikobereich befunden haben.

Testen mit Antigen-Schnelltests

Das Testen mit Antigen-Schnelltests wurde in den folgenden Fällen ausdrücklich in die Teststrategie aufgenommen:

  • Prophylaktische Tests mittels eines Antigentests für Bewohner, Betreuer und Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für behinderte Menschen
  • Tests an Patienten und Personal in medizinischen Einrichtungen
  • Personal von Arzt- und Zahnarztpraxen sowie Praxen anderer medizinischer Gesundheitsberufe
  • Besucher von Krankenhäusern und bestimmten anderen medizinischen Einrichtungen sowie Pflegeheimen und Einrichtungen für Behinderte.

Das Land hat fünf Millionen Schnelltests als Notreserve bestellt. Die derzeitige Beschaffung von Antigentests seitens der Landesregierung ist aufgrund der exponentiellen Dynamik des Infektionsprozesses eine dringende zusätzliche Beschaffung. Diese Antigen-Tests stellen eine Notfallreserve für Lieferengpässe und Untersuchungen im Zusammenhang mit größeren Ausbrüchen in Pflegeheimen, Krankenhäusern usw. dar.

Laut Corona-Testregelung der Bundesregierung Die Beschaffung seitens der Institute über die konventionellen Versorgungskanäle ist geplant. Auf diese Weise werden die bestellten Antigentests direkt an die Einrichtungen vor Ort gesendet. Darüber hinaus können die Kosten direkt an die Baden-Württembergischer Verband der gesetzlichen Krankenversicherungsärzte oder den Pflegefonds in Rechnung gestellt. Dadurch entfällt auch die Notwendigkeit einer zeitaufwändigen Umverteilung und Abrechnung im ganzen Land. Entsprechende Antragsformulare können von der heruntergeladen werden Website des Ministeriums für soziale Angelegenheiten und Integration kann zugegriffen werden.

Tests in Schulen und Kindertagesstätten

In Bezug auf die Tests in Schulen und Kindertagesstätten sieht das Testkonzept folgende Regelung vor:

  • Eventbezogene Tests in Schulen: Wenn ein Fall in einer Schule, einer Kindertagesstätte oder einer Kindertagesstätte auftritt, können Kontaktpersonen im weiteren Sinne, die betreut werden oder dort arbeiten, auf SARS-CoV-2 getestet werden. Hierzu sollten vorzugsweise Antigen-Schnelltests verwendet werden. Das Testen ist freiwillig. Die Namen der Kontaktpersonen, denen ein Test angeboten wird, werden von der zuständigen Gesundheitsabteilung und der Schulleitung oder dem Facility Management / Anbieter festgelegt.
  • Freiwilliges Prüfungsangebot für Mitarbeiter in Schulen und Kindertagesstätten sowie für Tagesbetreuer: Das durch den Kabinettsbeschluss vom 21. Juli 2020 festgelegte Prüfungsangebot für Mitarbeiter in Schulen und Kindertagesstätten sowie Kindertagesstätten für den Zeitraum vom 17. August bis 30. September wurde inzwischen bis zum 1. November verlängertwird nun bis zum Ende der Weihnachtsferien am 10. Januar 2021 fortgesetzt. Abhängig von den Testkapazitäten kann der Test mit einem PCR- oder Antigen-Test durchgeführt werden. Die oben aufgeführten Personengruppen erhalten jeweils ein neues freiwilliges Testangebot mit maximal zwei Tests pro Person.

Testkapazitäten und Priorisierung

Die Laboratorien in Baden-Württemberg können derzeit rund 156.000 PCR-Tests pro Woche durchführen. Mit dem aktuellen Testvolumen sind die Testkapazitäten aber zunehmend erschöpft. Ein weiterer Anstieg ist nur in begrenztem Umfang möglich, da die hohe weltweite Nachfrage zunehmend zu einem Engpass für Testreagenzien und andere Laborverbrauchsmaterialien wird. Geeignetes Fachpersonal steht ebenfalls nicht in ausreichender Anzahl zur Verfügung.

Gesundheitsminister Manne Lucha: „Es ist davon auszugehen, dass die Zahl der Patienten mit respiratorischen Symptomen in den nächsten Wochen aufgrund des Beginns der kalten Jahreszeit weiter ansteigen wird. Wenn wir die Testkapazitäten sinnvoll nutzen und gleichzeitig die besonders gefährdeten Gruppen schützen wollen, ist ein gezielter Testansatz unerlässlich. “”

Wenn die Testkapazitäten für die Tests der oben genannten Personengruppen nicht ausreichend verfügbar sind, muss die Prüfung priorisiert werden. Das RKI hat derzeit entsprechende Empfehlungen veröffentlicht.

Demnach sollte in Einzelfällen eine Entscheidung über die Prüfung getroffen werden, abhängig von der Schwere der Erkrankung, der Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe oder der Durchführung bestimmter Aktivitäten. Darüber hinaus sollten asymptomatische Kontaktpersonen nicht mehr routinemäßig, sondern von Fall zu Fall getestet werden.

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