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China stärkt deutschen Geschäftsoptimismus, aber Herausforderungen stehen bevor

FRANKFURT, Deutschland (AP) – Ein Schlüsselindikator für den deutschen Geschäftsoptimismus stieg im April den siebten Monat in Folge angesichts niedrigerer Erdgaspreise und der Wiedereröffnung der chinesischen Wirtschaft nach den COVID-19-Beschränkungen.

Der Vertrauensindex des Münchener Ifo-Instituts stieg von 93,2 im März auf 93,6. Analysten sagten am Montag, dass der Schritt positiv sei, aber nicht den Gegenwind auslöschte, der Europas größter Volkswirtschaft ausgesetzt ist, da sie darum kämpft, ein Abgleiten in eine Rezession zu vermeiden.

Die Verbraucher halten sich aufgrund der galoppierenden Inflation immer noch zurück und die Energiepreise sind immer noch hoch, selbst nachdem die Versorgungsunternehmen neue Gasquellen gefunden haben, nachdem Russland nach dem Einmarsch in die Ukraine den größten Teil seiner Lieferungen nach Europa eingestellt hatte.

„Über das erste Quartal hinaus und insbesondere mit Blick auf die zweite Jahreshälfte wird die deutsche Wirtschaft ihren Flirt mit der Rezession fortsetzen“, sagte Carsten Brzeski, Global Head of Macro bei der ING Bank, in einer per E-Mail versandten Analyse.

Der Internationale Währungsfonds prognostiziert für Deutschland in diesem Jahr einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,1 %.

Das Ende der drastischen Beschränkungen, die darauf abzielen, die Ausbreitung von COVID-19 in China, einem wichtigen Markt für deutsche Unternehmen, zu stoppen, habe „eine kurzlebige industrielle Renaissance“ ausgelöst, schrieb Brzeski.

Er fügte hinzu, dass die Wirtschaftsleistungszahlen für das erste Quartal im positiven Bereich landen könnten, wenn sie am Freitag veröffentlicht werden.

Doch sobald die Auftragsbestände abgearbeitet sind, könnte der Erholung die Luft ausgehen, da die deutsche Wirtschaft durch den Krieg in der Ukraine und die Energiewende weg von fossilen Brennstoffen und erneuerbaren Energien nachhaltig belastet wird.

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Die ifo-Umfrage basiert auf Antworten von rund 9.000 Unternehmen aus verschiedenen Branchen.

Quelle: APNews

Sophie Müller

Sophie Müller ist eine gebürtige Stuttgarterin und erfahrene Journalistin mit Schwerpunkt Wirtschaft. Sie absolvierte ihr Studium der Journalistik und Betriebswirtschaft an der Universität Stuttgart und hat seitdem für mehrere renommierte Medienhäuser gearbeitet. Sophie ist Mitglied in der Deutschen Fachjournalisten-Assoziation und wurde für ihre eingehende Recherche und klare Sprache mehrmals ausgezeichnet. Ihre Artikel decken ein breites Spektrum an Themen ab, von der lokalen Wirtschaftsentwicklung bis hin zu globalen Finanztrends. Wenn sie nicht gerade schreibt oder recherchiert, genießt Sophie die vielfältigen kulturellen Angebote Stuttgarts und ist eine begeisterte Wanderin im Schwäbischen Wald.

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