Bundesweit erste Polizeirabbiner ins Amt eingeführt

Bundesweit erste Polizeirabbiner ins Amt eingeführt

Bundesweit wurden die ersten Polizeirabbiner in ihr Amt bei der Polizei Baden-Württemberg eingeführt. Die Polizeirabbiner beteiligen sich seit Anfang des Jahres an der Polizeiausbildung. Dies ist ein wichtiges Zeichen für kulturelle Vielfalt, Offenheit und Toleranz der baden-württembergischen Polizei.

„Das Jahr 2021 ist wirklich ein Festjahr für Deutschland und die jüdische Gemeinde, denn Es gibt Hinweise darauf, dass Juden seit 1.700 Jahren im heutigen Deutschland leben. Das Judentum ist ein integraler Bestandteil der deutschen Geschichte und Gegenwart. Juden sind in Deutschland zu Hause. Es ist ein großer Vertrauensbeweis und ein Grund zu besonderer Dankbarkeit, dass jüdisches Leben nach dem schrecklichen Menschenverbrechen der Shoah in Deutschland wieder eine Heimat gefunden hat, hier gedeiht und unsere Gesellschaft bereichert. Mit der heutigen offiziellen Amtseinführung der ersten Polizeirabbiner des Landes, Moshe Flomenmann und Shneur Trebnik, stärken wir das gegenseitige Vertrauen und übertragen Wissen über die jüdische Kultur an die Polizei“, so der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl bei der Amtseinführung der Polizeirabbiner.

Wichtiger Beitrag zur interkulturellen Kompetenz in der Polizei

Die Polizeirabbiner beteiligen sich seit Anfang des Jahres an der Polizeiausbildung. Im Rahmen des Lehrprojekts „Jüdisches Leben in Deutschland“ vermitteln sie angehenden Polizeibeamten Wissen über die Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland und leisten einen wichtigen Beitrag zur interkulturellen Kompetenz und Wertkultur der baden-württembergischen Polizei.

Der Einweihung folgte eine Podiumsdiskussion mit Innenminister Thomas Strobl, dem stellvertretenden Landespolizeipräsidenten Dietrich Moser von Filseck, den beiden Polizeirabbinern Moshe Flomenmann und Shneur Trebnik, Landespolizeidekan Bernhard Metz und Polizeipräsidentin Aileen Mavi. Im Fokus stand hier „Jüdisches Leben und Wertekultur in der Polizeiausbildung“.

Durch gegenseitigen Dialog Verständnis und Vertrauen stärken

„Es macht mir große Freude, den Polizisten in der Ausbildung durch den persönlichen Kontakt die jüdische Geschichte, das Gefühl des Judentums und den Alltag der Juden näher zu bringen. Außerdem bin ich gerne Vertrauensperson und Ansprechpartnerin für die Polizei“, sagte Landesrabbiner Moshe Flomenmann: „Ich war positiv überrascht und erfreut über das bisherige Interesse der Polizeistudenten am Judentum. Nur durch einen gegenseitigen Dialog können wir das gegenseitige Verständnis und Vertrauen weiter stärken. “

Auch Rabbiner Shneur Trebnik wertet das Lehrprojekt „Jüdisches Leben in Baden-Württemberg“ als vollen Erfolg: „Neben der Vermittlung des heutigen jüdischen Lebens leisten wir als Polizeirabbiner auch psychosoziale Unterstützung im Rahmen von Polizeieinsätzen für Polizeibedienstete und deren Angehörige“ mit. Dazu ist es wichtig, die interkulturelle Kompetenz innerhalb der Polizei zu entwickeln, damit wir als Ansprechpartner und Vertrauenspersonen auch am Sabbat, dem jüdischen Feiertag und am Ruhetag der Polizei mit Rat und Tat zur Seite stehen können an denen nicht gearbeitet werden soll. Die Kommunikation mit der Polizei war zuletzt bei Feigheit Brandanschlag auf Synagoge in Ulm am 5. Juni 2021, am Sabbat, funktioniert reibungslos. “

Der Schutz des jüdischen Volkes bleibt eine besondere Verantwortung

Die Amtseinführung der Polizeirabbiner wurde durch die Ausgabe des Stiftung Weltethos “Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos” im Foyer des baden-württembergischen Innenministeriums abgerundet. Die Ausstellung stellt Religionen in ihrer Vielfalt vor, verdeutlicht Gemeinsamkeiten in ethischen Fragen und fördert letztlich die interkulturelle Kompetenz.

„Der Schutz jüdischer Menschen in Deutschland ist und bleibt unsere besondere Verantwortung. Die Polizei in Baden-Württemberg setzt sich als Hüterin unserer freiheitlichen und demokratischen Grundordnung täglich mit aller Kraft dafür ein, dass Menschen aller Glaubensrichtungen in unserem schönen Land sicher leben können. Das jüdische Leben in Deutschland wird sich nicht nur in diesem Festjahr, sondern auch in den kommenden Jahren vielfältig und lebendig weiterentwickeln und unsere Gesellschaft bereichern. Ich bin stolz, dass unsere Polizei dazu einen Beitrag leisten kann“, sagte Innenminister Thomas Strobl abschließend.

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