Radweg Rutesheim-Flacht: Geplante Erweiterung soll Sicherheit erhöhen!
Radweg zwischen Rutesheim und Flacht wird 2026 ausgebaut, um Sicherheit für Weissacher Schüler zu erhöhen. Kosten: 2,8 Mio. Euro.

Radweg Rutesheim-Flacht: Geplante Erweiterung soll Sicherheit erhöhen!
Der Radweg zwischen Rutesheim und Flacht soll im Jahr 2026 ausgebaut werden, eine Entscheidung, die nach längeren Verzögerungen nun bevorsteht. Laut den Informationen von Esslinger Zeitung ist der Ausbau Teil der umfassenden Radverkehrskonzeption des Landkreises Böblingen. Die Strecke, die rund zwei Kilometer umfasst, verbindet den Kreisverkehr am Ortsausgang Rutesheim mit dem Kreisverkehr südlich von Flacht.
Der bestehende Radweg wurde bereits 1986 angelegt und entspricht mit seiner Breite von weniger als zwei Metern nicht den aktuellen Standards, die eine Mindestbreite von drei Metern vorsehen. Dieser Ausbau ist besonders wichtig, da die Strecke eine zentrale Verbindung für Schulkinder aus Weissach und Flacht darstellt, die die weiterführende Schule in Rutesheim besuchen. Ziel des Projektes ist es, die Sicherheit der Radfahrer zu erhöhen. Dazu sollen unter anderem Schutzplanken und eine Querungshilfe installiert werden.
Finanzierung und Baukosten
Die geschätzten Baukosten für die Erweiterung des Radwegs betragen rund 2,8 Millionen Euro, wobei die Sanierung eines Wasserkanals, der unter dem Radweg verläuft, etwa die Hälfte dieser Kosten ausmacht. Die Förderung des Projekts erfolgt durch das Land Baden-Württemberg, das rund 882.000 Euro aus einem speziellen Förderprogramm für Rad- und Fußverkehr bereitstellt, wie das Regierungspräsidium Baden-Württemberg erläutert.
Das Förderprogramm, das seit 2025 läuft, unterstützt Landkreise, Städte und Gemeinden beim Um- und Ausbau der Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur. Es umfasst über 1.000 Maßnahmen und ein Investitionsvolumen von über einer Milliarde Euro. Das Land stellt dafür mehr als 400 Millionen Euro zur Verfügung, was dieses Programm zum größten seiner Art in Baden-Württemberg macht.
Aktuelle Entwicklungen
Ursprünglich war der Baustart für den Radweg-Ausbau bereits für den Herbst 2024 geplant, verzögerte sich jedoch aufgrund von Finanzierungsproblemen. Die Baukosten sind seit der ersten Förderanfrage im Jahr 2021 erheblich gestiegen, und der tatsächliche Baustart könnte nun frühestens im Herbst 2026 erfolgen, abhängig von der Klärung der Finanzierungslücke. Diese Probleme sind nicht einzigartig; im Rahmen des Bundesministeriums für Verkehr wurde festgestellt, dass der Radverkehr zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung beiträgt und dass es mehrere Programme zur finanziellen Förderung gibt.
Die kontinuierliche Entwicklung und Stärkung des Radverkehrs bleibt auch in Zukunft ein zentrales Ziel der Verkehrsplanung in Deutschland. Es ist zu hoffen, dass die bevorstehenden Bauarbeiten in Rutesheim und Flacht der Verbesserung der Infrastruktur für Radfahrer und der Verkehrssicherheit dienen werden.