Am 28. Juni 2025 sind bedeutende bauliche Veränderungen in Böblingen und Sindelfingen in vollem Gange. Die südliche Anschlussstelle Böblingen-Sindelfingen am Flugfeld wurde vor wenigen Wochen im Mai in Betrieb genommen. Grundlegende Änderungen wurden hierbei umgesetzt: Die alte Südrampe, die an der Wolfgang-Brumme-Allee andockte, wurde entfernt, was Autofahrern aus Richtung Singen nun die Nutzung der Flugfeld-Allee als neuen Abfahrtsweg ermöglicht. Das bisherige Anschlussohr, das in die Wolfgang-Brumme-Allee mündete, existiert nicht mehr.
Mit diesen Abänderungen entsteht eine zusammenhängende freie Fläche von 54.000 Quadratmetern, was in etwa der Größe von fünf Fußballfeldern entspricht. Diese Fläche könnte in Zukunft für verschiedene städtebauliche Projekte genutzt werden, die sowohl den Einwohnern als auch den Besuchern der Region zugutekommen könnten. Details zur künftigen Nutzung dieser Flächen werden allerdings derzeit noch erarbeitet.
Fortschritte beim Ausbau der A81
Parallel zur Umgestaltung rund um die Anschlussstelle wird der sechsstreifige Ausbau der Autobahn A81 zwischen Böblingen-Hulb und Sindelfingen Ost vorangetrieben. Die Baggerarbeiten gehen bereits seit über einem Jahr, was verschiedene sichtbare Veränderungen mit sich brachte. Dazu zählt der Abbruch der südlichen Brückenhälfte der Böblinger Straße (K1073) sowie der Rankbachbahnbrücke, und es wird ein Lärmschutzwall entlang der Leibnizstraße abgetragen. Die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) ist für die Durchführung dieser Arbeiten verantwortlich, wobei regelmäßige Abstimmungen mit Anliegern und der Deutschen Bahn erfolgen.
Die Baumaßnahmen der A81 und der Neubau der Querspange, die die Leibnizstraße mit der Flugfeld-Allee verbindet, laufen gleichzeitig. Ab Herbst 2022 begann der Ausbau der Flugfeld-Allee, um die neue südliche Anschlussrampe der A81 vorzubereiten. Dies betrifft auch die Kreuzung Calwer Straße/Flugfeld-Allee, die bis Ende 2022 umgebaut werden soll, während die Verkehrsbeziehungen weitgehend bestehen bleiben. Für die östliche Anbindung an die Brumme-Allee wird zudem ein Neubau der Brücke über die A81 zwischen 2024 und 2025 erwartet.
Zukunftsperspektiven und Bürgerbeteiligung
Mit der Verlegung der Leibnizstraße ab Herbst 2022 wird auch Platz für eine Lärmschutzwand und die A81-Verbreiterung geschaffen. Der Tunnel, der anstelle des Lärmschutzwalls an der Leibnizstraße entstehen wird und eine Länge von 850 Metern haben soll, bietet die Möglichkeit, die Nutzung der frei werdenden Flächen nach der Baustelle neu zu gestalten. Hierzu gibt es bereits erste Vorschläge aus der Bürgerschaft, die Parkanlagen, Spielplätze oder gastronomische Einrichtungen beinhalten könnten.
Zusätzlich werden derzeit Konzepte zur Verbesserung der Rad- und Fußwegeverbindungen zwischen Böblingen und Sindelfingen erarbeitet. Das Ziel dieser Maßnahmen ist die Förderung einer zukunftsfähigen Mobilität für alle Bürger der Region. Die kommenden Entwicklungen werden mit großem Interesse verfolgt, da sie die Lebensqualität und die Infrastruktur entscheidend beeinflussen werden.