Hitzewelle droht: Baden-Württembergs Städte leiden unter Hitze-Check!

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Böblingen fällt im Hitze-Check 2025 durch. Hohe Temperaturen und Flächenversiegelung gefährden das Wohlbefinden der Bewohner.

Böblingen fällt im Hitze-Check 2025 durch. Hohe Temperaturen und Flächenversiegelung gefährden das Wohlbefinden der Bewohner.
Böblingen fällt im Hitze-Check 2025 durch. Hohe Temperaturen und Flächenversiegelung gefährden das Wohlbefinden der Bewohner.

Hitzewelle droht: Baden-Württembergs Städte leiden unter Hitze-Check!

Am 12. Juni 2025 führte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) den zweiten bundesweiten Hitze-Check durch, der die Städte in Baden-Württemberg erfasste. Der Bericht zeigt alarmierende Ergebnisse hinsichtlich der Hitzeentwicklung in deutschen Städten. Besonders stark betroffen sind Mannheim, Ludwigsburg, Heilbronn und Rastatt, die alle die „Rote Karte“ erhalten haben. Mannheim schneidet dabei bundesweit am schlechtesten ab, da etwa 88% der 315.000 Einwohner in stark hitzebelasteten Gebieten leben. Die Oberflächentemperatur erreicht dort in den Sommermonaten über 38 Grad. Zudem sind 56% der Fläche in Mannheim versiegelt, während lediglich 2% mit Bäumen, Hecken oder Beeten begrünt sind. Dies hat zur Folge, dass kühle Luft nicht gut zirkulieren kann, was die städtische Hitzeproblematik verschärft.

Insgesamt haben elf Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern in Baden-Württemberg die Rote Karte erhalten, darunter auch Rastatt, Waiblingen, Karlsruhe, Offenburg, Böblingen, Freiburg, Konstanz und Heidelberg. Städte wie Stuttgart, Esslingen, Reutlingen, Sindelfingen, Pforzheim und Ulm befinden sich im unteren Mittelfeld der Bewertung. Erschreckend ist, dass keine Stadt in der Region eine „grüne Karte“ für die gute Verfügbarkeit von Grünflächen und geringe Versiegelung erhält. Das Ergebnis des Hitze-Checks basiert auf Satellitendaten zur Flächenversiegelung und Grünausstattung von insgesamt 190 Städten in Deutschland.

Die Rolle der Klimaanalyse

Die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) hat eine umfassende landesweite Klimaanalyse durchgeführt, um planungsrelevante Informationen zur Hitze zu bündeln. Die resultierende Planungshinweiskarte für Baden-Württemberg zeigt sowohl hitzebelastete Gebiete als auch Kaltluftströme auf. Besonders violett eingefärbte Flächen auf dieser Karte markieren Gebiete, in denen die Wochenmitteltemperatur von 21 °C in mindestens sechs Wochen pro Jahr überschritten wird. Dies trägt zu einem erhöhten Risiko für hochbetagte Personen (85+) bei, gesundheitliche Folgen der Hitze zu erleiden.

Die Kaltluftströme wiederum sind entscheidend für die thermische Entlastung der Siedlungsgebiete. Mit dem Klimawandel wird die Zahl der stark hitzebelasteten Regionen voraussichtlich zunehmen. Die Planungshinweiskarte und die Klimaanalysekarten sind wichtige Instrumente für die zukünftige Raumplanung in Baden-Württemberg, da sie effektive Maßnahmen zur Klimaanpassung fördern sollen.

Empfehlungen zur Risikominderung

Die LUBW gibt Empfehlungen zur Risikominderung in besonders hitzebelasteten Gebieten. Dazu zählen ausreichendes Trinken, das Aufsuchen kühler Orte, das Vermeiden körperlicher Anstrengungen und das Vermeiden von direkter Sonnenexposition. Diese Maßnahmen sollen helfen, die gesundheitlichen Auswirkungen der Hitze für die Bevölkerung zu minimieren.

Die alarmierenden Ergebnisse des Hitze-Checks und die Erkenntnisse aus der Klimaanalyse verdeutlichen die dringende Notwendigkeit, in Baden-Württemberg effektive Strategien zur Bekämpfung der städtischen Hitze zu entwickeln. [bo.de] berichtet über die Folgen der ungebremsten Flächenversiegelung, während [klimaatlas-bw.de] wertvolle Informationen für die Planung und Anpassung an die klimatischen Herausforderungen bereitstellt.