Bis 2028 soll Sonnenenergie aus dem Weltraum zur Erde zurückgestrahlt werden

China hat seine ehrgeizigen Pläne zum Bau des weltweit ersten Solarkraftwerks im Weltraum beschleunigt, das 2028 zwei Jahre früher als geplant starten soll.

Ein Versuchssatellit wird in eine Umlaufbahn in einer Höhe von 250 Meilen geschickt, der Sonnenenergie absorbieren und zu bestimmten Orten auf der Erde oder zu sich bewegenden Satelliten zurückstrahlen soll.

Diese Energie muss zunächst in Mikrowellen oder Laser umgewandelt werden, bevor sie an einen neuen Bestimmungsort weitergeleitet werden kann.

Es wird erwartet, dass weltraumgestützte Solarenergie viel effizienter ist, da ihr Standort es ermöglicht, dass das Sonnenlicht im Vergleich zu auf der Erde installierten Solarmodulen mit größerer Intensität empfangen wird.

Wenn diese Technologie ausgebaut wird, könnte sie zu einem Schlüsselinstrument werden, um Nationen dabei zu helfen, die CO2-Emissionen zu minimieren und die Klimaschutzziele zu erreichen.

Xi Jinping, der chinesische Präsident, hat dem Land – dem größten Umweltverschmutzer der Welt – versprochen, bis 2060 klimaneutral zu werden.

Das Vereinigte Königreich, das bis 2050 Netto-Null-Emissionen anstrebt, hat Berichten zufolge einen 16-Milliarden-Pfund-Vorschlag für ein ähnliches Solarraumprojekt bis 2035 in Betracht gezogen.

Die Regierung hatte zuvor eine unabhängige Studie in Auftrag gegeben, die zu dem Schluss kam, dass ein solches Projekt „technisch machbar und erschwinglich wäre und sowohl erhebliche wirtschaftliche Vorteile für das Vereinigte Königreich bringen als auch Netto-Null-Pfade unterstützen könnte“.

Diese Studie von Frazer-Nash Consultancy sah ein Netzwerk großer Satelliten im Orbit vor, „wo die Sonne über 99 Prozent der Zeit sichtbar ist“, was die „Fähigkeit ermöglicht, Tag und Nacht saubere Grundlastenergie zu liefern Jahr und bei jedem Wetter.“

Die Entwicklung einer solchen Technologie würde es dem Vereinigten Königreich laut der Studie auch ermöglichen, Möglichkeiten zum Export von Solarenergie zu erkunden oder Strom für humanitäre Katastrophenhilfe bereitzustellen.

Aber vorerst bleibt weltraumgestützte Solarenergie nur eine Idee, und selbst Chinas beschleunigte Pläne befinden sich in der Anfangsphase.

Chinas Teststation soll schätzungsweise 10 Kilowatt Strom erzeugen – gerade genug, um eine Handvoll Haushalte mit Strom zu versorgen.

Das Kraftwerk müsste erweitert werden, um eine größere Absorption und Verteilung von Energie zu ermöglichen, was sowohl militärische als auch zivile Anwendungen haben könnte.

Dieses Projekt ist nur ein Teil der enormen Investitionen Chinas in sein Raumfahrtprogramm, das in den letzten Jahren eine Reihe neuer Meilensteine ​​​​mit dem Ziel erreicht hat, bis 2030 eine große Weltraummacht zu werden.

China hat im Jahr 2020 mit 8,9 Milliarden US-Dollar (7,1 Milliarden Pfund) mehr Mittel in Weltraumaktivitäten gesteckt als jedes andere Land und liegt damit nur hinter den USA zurück, die 48 Milliarden US-Dollar (38,3 Milliarden Pfund) ausgegeben haben.

Am Sonntag schickte China drei Astronauten auf eine sechsmonatige Mission, um die Endmontage seiner Raumstation zu überwachen, die bis zum Jahresende abgeschlossen sein soll und den Beginn der dauerhaften chinesischen Besiedlung im Weltraum markiert.

Die bald fertiggestellte Raumstation – die ungefähr ein Sechstel der Größe der Internationalen Raumstation haben soll – war eine Quelle nationalistischer Gefühle in der allgemeinen chinesischen Öffentlichkeit und fällt mit Herrn Xis zehnjähriger Machtübernahme als Führer der Internationalen Raumstation zusammen regierende Kommunistische Partei.

Peking hofft, dass die auf dieser Raumstation durchgeführten Forschungen längerfristige Weltraumforschungen wie Missionen zum Mond und Mars unterstützen werden. China hat sogar Pläne für den Beginn des Weltraumtourismus vorgelegt.

Die USA haben auch die Möglichkeit einer weltraumgestützten Solarstation geprüft, obwohl der Vorschlag der Nasa jetzt mehr als zwei Jahrzehnte alt ist.

Quelle: The Telegraph

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