Ländlicher Raum

Bäuerinnen und Bauern in Baden-Württemberg reduzieren den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln – Ein Blick auf die dritte Bericht zur Anwendung chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel

Die Landwirtschaft in Baden-Württemberg hat ihre Anstrengungen zur Reduzierung der Anwendung chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel verstärkt und damit deutliche Erfolge erzielt, so der dritte Bericht zur Anwendung chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel. Dieser Bericht unterstreicht das verantwortungsvolle Engagement der Bäuerinnen und Bauern in Bezug auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Laut dem Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, war im Jahr 2021 ein Rückgang der Anwendung von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln um vier Prozent im Vergleich zur Baseline zu verzeichnen. Dieser Trend wurde auch durch Daten eines Marktforschungsunternehmens bestätigt.

Ein wichtiger Bestandteil des Berichts war auch eine Risikobewertung durch das Julius-Kühn-Institut, die erste erfreuliche und positive Ergebnisse zeigte. Minister Hauk betonte zudem, dass moderner Pflanzenschutz heute umfassender sei und auch vorbeugende Maßnahmen wie Fruchtfolgegestaltung, Sortenwahl und Bodenbearbeitung umfassen solle.

Der Bericht zur Reduktion chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel enthält auch Strategien zur Gesunderhaltung von landwirtschaftlichen Nutzpflanzen im ökologischen Anbau. Dies ist ein wichtiger Schritt, insbesondere im Hinblick auf das Ziel, den Ökolandbau bis 2030 auf 30 bis 40 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche auszubauen.

Die Evaluierung der Umsetzung des Biodiversitätsstärkungsgesetzes zeigte ebenfalls positive Ergebnisse, wobei Baden-Württemberg auf dem richtigen Weg sei und einen Vorsprung bei den Anforderungen des Green Deals habe.

Die Konzentration auf ökologischen Landbau wurde ebenfalls extern evaluiert, mit einer insgesamt positiven Bilanz. Das Land hat bereits erste Schritte unternommen, um die im Biodiversitätsstärkungsgesetz festgelegten Ziele zu erreichen.

Die Reduktion der chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel in Baden-Württemberg ist ein langfristiger Prozess, der bis 2030 abgeschlossen sein soll. Dies ist vor dem Hintergrund des Klimawandels und möglicher neuer Schaderreger und Krankheiten von entscheidender Bedeutung. Minister Hauk wies darauf hin, dass in Jahren mit extrem nasser Witterung, wie zum Beispiel 2021, ein erhöhter Pflanzenschutzmitteleinsatz notwendig sei, um Kulturpflanzen vor Pilzbefall zu schützen.

Siehe auch  Baden-Württemberg: Fokus auf Innovation in der Luft- und Raumfahrt

Um die Ziele zur Reduktion von Pflanzenschutzmitteln zu erreichen, werden in Baden-Württemberg neue nicht-chemische Verfahren entwickelt und die Fördermöglichkeiten der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik genutzt. Zudem wird der Wissenstransfer und die Informationsvermittlung durch Demo-Betriebe intensiviert, um die Praxis der Pflanzenschutzmittelreduktion effektiv zu unterstützen.

Insgesamt stellt der Bericht zur Anwendung chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel in Baden-Württemberg 2023 eine positive Entwicklung dar und zeigt, dass die Bäuerinnen und Bauern des Landes sich ihrer Verantwortung für eine nachhaltige Landwirtschaft bewusst sind und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren.

Alexander Schneider

Alexander Schneider ist ein erfahrener Journalist aus Stuttgart, der sich auf Politik und Wirtschaft spezialisiert hat. Er hat Politikwissenschaften und Betriebswirtschaft an der Universität Hohenheim studiert und ist seitdem als Autor und Analyst für verschiedene regionale und überregionale Medien tätig. Alexander ist Mitglied des Verbands der Wirtschaftsjournalisten und hat bereits mehrere Auszeichnungen für seine tiefgründigen Analysen und investigativen Recherchen erhalten. In seiner Freizeit engagiert er sich in lokalen politischen Initiativen und ist ein begeisterter Anhänger des VfB Stuttgart.

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