Baden-Württembergs Vorschläge zur Zukunft der EU

Baden-Württembergs Vorschläge zur Zukunft der EU

Das Land hat der Europäischen Union den Katalog von 49 Empfehlungen mit über 300 Maßnahmen von Bürgern zur Zukunft Europas vorgelegt. Die Vorschläge aus Baden-Württemberg wurden in das Abschlussdokument der Konferenz zur Zukunft Europas aufgenommen.

“Das Konferenz zur Zukunft Europas hat uns gezeigt, dass die Bürger sehr klare Vorstellungen davon haben, wie die Zukunft der Europäischen Union aussehen soll. Die Ergebnisse der Konferenz zur Zukunft Europas sprechen für den Wunsch nach Veränderung. Eine stärkere und kontinuierliche Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in die politischen Prozesse hat oberste Priorität“, so die Staatssekretärin für Politische Koordinierung und Europa Florian Hässler am 13. Mai 2022 in Stuttgart. „Die Debatte über die Zukunft der Europäischen Union (EU) ist notwendig, weil wir Reformen brauchen. Die letzte große Reform der EU mit der Vertrag von Lissabon wurde vor 15 Jahren ausgehandelt. Auch die Krieg in der Ukraine zeigt uns mehr denn je: Souveränität gibt es nur mit Europa.“

Bei der Konferenz zur Zukunft Europas diskutierten die Bürgerinnen und Bürger über die Weiterentwicklung Europas. Ein Jahr lang wurden in Bürgerforen, auf einer digitalen Plattform, in vielen europaweiten Veranstaltungen und im Plenum Empfehlungen an die Europäische Union entwickelt. Am 9. Mai 2022 wird die Europatagwurden die Ergebnisse in Straßburg präsentiert. Die Präsidentin des Europäischen Parlaments Roberta Metsola, der französische Präsident Emmanuel Macron im Namen der französischen Ratspräsidentschaft und die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen nahmen diesen Katalog von 49 Empfehlungen mit über 300 Maßnahmen entgegen.

Zahlreiche Bürgerdialoge im Land zur Zukunft Europas

Baden-Württemberg hat die Konferenz zur Zukunft Europas mit mehreren Veranstaltungsformaten intensiv unterstützt, zB indem viele Bürgerdialoge geführt werden, von denen einige grenzüberschreitend sind. Schließlich flossen die Ergebnisse ein Positionspapier der Landesregierung (PDF) a. „Ich freue mich, dass viele unserer Vorschläge aus diesem Papier jetzt auch im sind Abschlussdokument der EU-Zukunftskonferenz (PDF) wurden aufgezeichnet. Wir fühlen uns weiterhin verpflichtet, eine starke und zukunftsfähige Europäische Union mitzugestalten“, sagte Staatssekretär Florian Hassler.

Beispielhafte Vorschläge aus dem Land für die Konferenz zur Zukunft Europas:

  • Bürgerdialoge, wie sie hierzulande bereits geführt werden, sollten auch in Europa etabliert werden.
  • Ein Vorschlagsrecht für nationale und regionale Parlamente bei EU-Gesetzgebungsinitiativen soll die Beteiligungsrechte von Bundesrat und Landtagen auf EU-Ebene stärken.
  • Verbesserung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, beispielsweise durch bessere Anerkennung von Berufs- und Bildungsabschlüssen oder Stärkung von EU-Austauschprogrammen.
  • Stärkung der Instrumente zur Gewährleistung der Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit.
  • Die Ausweitung der qualifizierten Mehrheit im Europäischen Rat soll die EU insbesondere in der Außenpolitik handlungsfähiger machen.
  • Stärkung der demokratischen Grundsätze der EU mit Initiativrecht auch für das EU-Parlament und Einführung eines verbindlichen Spitzenkandidatensystems.

Beiträge des Landes Baden-Württemberg zur Konferenz zur Zukunft Europas (PDF)

Konferenz zur Zukunft Europas

Inspiriert von Landesregierung BW

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