Wirtschaft

Baden-Württemberg: Spitzenreiter bei Unternehmensbeteiligungsgesellschaften für KMUs

Baden-Württemberg führt bundesweit bei Unternehmensbeteiligungsgesellschaften

Baden-Württemberg kann sich als Spitzenreiter bei Unternehmensbeteiligungsgesellschaften (UBG) rühmen, die dazu beitragen, das Eigenkapital von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu stärken. Laut einer aktuellen Pressemitteilung ist die Anzahl der UBG im Land seit 2020 von elf auf 17 gestiegen, wobei die bilanzierte Gesamtsumme aller UBG im Jahr 2022 812 Millionen Euro beträgt. Dieses Wachstum zeigt nicht nur die Leistungsfähigkeit und Innovationskraft der mittelständischen Unternehmen in Baden-Württemberg, sondern auch die Attraktivität des Modells regionaler Unternehmensbeteiligungsgesellschaften, das sich als Erfolgsmodell erwiesen hat.

Die Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, betont die Bedeutung der UBG für die KMU im Land. Sie betont, dass diese Beteiligungsgesellschaften den Unternehmen ermöglichen, Wachstum und Innovationen zu finanzieren und Zugang zu Fremdfinanzierung zu angemessenen Konditionen zu erhalten. Insbesondere für KMU, die keinen Zugang zur Börse haben und die Kontrolle über ihr Unternehmen behalten wollen, sind UBG als Minderheitsgesellschafter ideale Investoren.

Die Gesellschaftsform der UBG ermöglicht es Beteiligungsgesellschaften, sich vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus als UBG anerkennen zu lassen. Dabei müssen sie bestimmte formale Anforderungen erfüllen und während der Anerkennung Vorgaben bezüglich Anlagegrenzen und Haltedauer der Beteiligungen einhalten. Im Gegenzug erhalten sie Privilegien wie eine Befreiung von der Gewerbesteuer und eine bevorzugte Behandlung bei Insolvenzfällen.

Die steigende Anzahl und das Wachstum der UBG in Baden-Württemberg haben positive Auswirkungen auf die mittelständische Wirtschaft im Land. Durch die Bereitstellung von Eigenkapital tragen die UBG dazu bei, die Leistungsfähigkeit der KMU zu stärken und das Wachstum und die Innovationen in der Region zu fördern. Dies zeigt, dass Baden-Württemberg nicht nur in Bezug auf Innovation und Technologie, sondern auch bei der Finanzierung und Unterstützung von Unternehmen an vorderster Front steht.

Siehe auch  Einführung elektronischer Akten beim Landgericht Stuttgart

Alexander Schneider

Alexander Schneider ist ein erfahrener Journalist aus Stuttgart, der sich auf Politik und Wirtschaft spezialisiert hat. Er hat Politikwissenschaften und Betriebswirtschaft an der Universität Hohenheim studiert und ist seitdem als Autor und Analyst für verschiedene regionale und überregionale Medien tätig. Alexander ist Mitglied des Verbands der Wirtschaftsjournalisten und hat bereits mehrere Auszeichnungen für seine tiefgründigen Analysen und investigativen Recherchen erhalten. In seiner Freizeit engagiert er sich in lokalen politischen Initiativen und ist ein begeisterter Anhänger des VfB Stuttgart.

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