Baden-Württemberg 2050 Waldstrategie vorgestellt

Baden-Württemberg 2050 Waldstrategie vorgestellt

Der Wald leidet unter den Auswirkungen des Klimawandels. Darüber hinaus haben die sozialen Anforderungen an den Wald zugenommen. Um diese Herausforderungen gezielt und effizient bewältigen zu können, wurde eine Waldstrategie für Baden-Württemberg entwickelt.

„Intakte und effiziente Wälder sind für unsere Gesellschaft von weitreichender Bedeutung. Im Hinblick auf den Klimawandel stehen wir vor der gemeinsamen Aufgabe, den Wald in Baden-Württemberg als wichtigen Bestandteil unserer Natur und Landschaft stabil und nachhaltig zu erhalten. Dies ist eine Aufgabe für die Gesellschaft als Ganzes, die Ausdauer erfordert und in die wir alle beteiligten Akteure und sozialen Gruppen einbeziehen müssen “, sagte der Premierminister Winfried Kretschmann. Forstminister Peter Hauk hatte dies in der heutigen Kabinettssitzung Waldstrategie Baden-Württemberg 2050 eingereicht.

Große Herausforderungen für den Wald und den Forstsektor

„Der Wald und der Forstsektor in Baden-Württemberg stehen vor großen Herausforderungen. Wir stehen vor der wichtigen Aufgabe, die notwendigen Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln, um den Wald zu erhalten und die verschiedenen Waldfunktionen zu sichern. Wir befinden uns in einem langfristigen Veränderungsprozess, der nicht nur sich ändernde klimatische Bedingungen, sondern auch sich ändernde soziale Anforderungen an den Wald umfasst. Um diese Herausforderungen gezielt und effizient bewältigen zu können, haben wir die Waldstrategie entwickelt. Dies stellt den langfristigen Rahmen für die Waldbewirtschaftung in Baden-Württemberg dar und ist die Richtlinie für unsere Entscheidungen “, sagte der Minister für ländliche Gebiete und Verbraucherschutz, Peter Hauk. Die Themen der Waldstrategie reichten vom Klimawandel über die biologische Vielfalt, den Waldbesitz und die Beziehung zwischen Wald und Mensch, die Entwicklung sozialer Megatrends, die Frage des Schutzes und der Nutzung der Waldressourcen bis hin zur Digitalisierung. Für diese Themenbereiche wurden 23 Ziele und daraus abgeleitete Aktionsfelder und erste operative Maßnahmen für einen umfassenden Aktionsplan formuliert.

Breite soziale Teilhabe

„Bei der Entwicklung der Strategie wurde auf eine breite soziale Teilhabe zurückgegriffen. Es ist entscheidend, dass die Waldstrategie nicht heute endet, sondern einen dynamischen Prozess für die weitere Entwicklung initiiert. Auf diese Weise kann ein Gleichgewicht zwischen den vielfältigen Anforderungen hergestellt werden, die wir an den Wald als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, als Klimaschutz, als Ort der Entspannung, aber auch als Produzent eines klimafreundlichen, erneuerbaren Produkts stellen Rohstoff “, erklärte der Ministerpräsident.

„In einem ersten Schritt haben wir die Maßnahmen identifiziert, die eine hohe Priorität haben. Dazu gehören beispielsweise Anpassungen an waldbauliche Konzepte, eine Stärkung der Rolle des Waldes bei der Gesundheitsförderung, die Weiterentwicklung von Instrumenten zum Ausgleich unterschiedlicher Interessen oder die Anpassung der Beratungsdienste für Waldbesitzer, insbesondere im Hinblick auf das Klima ändern “, erklärte Minister Hauk.

Angesichts des zunehmenden Drucks ist es auch wichtig, eine Reihe von Instrumenten zu schaffen, um die Dienstleistungen zu belohnen, die Waldbesitzer für die Aufrechterhaltung und Entwicklung von Ökosystemleistungen erbringen. “Eine umfassende nachhaltige Waldbewirtschaftung kann derzeit nicht mehr aus den Holzeinnahmen finanziert werden”, betonte Hauk. Weitere Anreize sollen im Bereich des Waldnaturschutzes geschaffen werden.

Waldportal geplant

Auch im Wald hört die Digitalisierung nicht auf. In einem breiten Waldportal sollen umfassende Informationsmöglichkeiten für Waldbesitzer und Waldbesucher geschaffen werden. Dies sollte dann von der IT-gestützten Ermittlung von Waldgrundstücken bis zur Bearbeitung von Förderanträgen reichen, die in Zukunft ohne zeitaufwändige und fehleranfällige Medienpausen möglich sein sollten.

„Die Waldstrategie sollte alle drei Jahre evaluiert werden, um sie an die aktuellen Entwicklungen und Anforderungen anzupassen. Die Landesregierung sieht im Waldstrategieprozess auch eine große Chance, die Zukunft des Waldgebiets Baden-Württemberg aktiv und für Mensch und Natur gleichermaßen profitabel zu gestalten “, betonte Ministerpräsident Kretschmann.

Die Landesregierung will die Waldforschung über Landesgrenzen hinweg enger bündeln

“Die wachsenden Anforderungen an die Wälder sowie die klimabedingten Herausforderungen machen eine Intensivierung der Zusammenarbeit bei forstwirtschaftlichen Tests und Forschungen erforderlich”, sagte Forstminister Hauk. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und der seit über 60 Jahren bestehenden engen Zusammenarbeit mit Rheinland-Pfalz im Bereich des Waldschutzes besteht die Zusammenarbeit zwischen der Experimentelles und Forschungsinstitut für Forstwirtschaft (FVA) Baden-Württemberg und die Forschungsinstitut für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF) Rheinland-Pfalz weiter intensiviert werden.

“Alle Details zu diesem Projekt sollen in den kommenden Monaten in der Arbeitsgruppe ausgearbeitet werden”, erklärte Hauk. Die Gründung einer gemeinsamen Institution würde die Genehmigung des Kabinetts zu einem späteren Zeitpunkt erfordern. Es würde auf der Grundlage eines Staatsvertrags gegründet.

Ministerium für ländliche Gebiete und Verbraucherschutz: Waldstrategie Baden-Württemberg

Waldstrategie Baden-Württemberg 2050 – Bericht über den Waldstrategieprozess (PDF)

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