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Autonome Busse in Waiblingen

Autonome Busse in Waiblingen

Im Rahmen des Förderprojekts „AMEISE“ wird in Waiblingen das autonome Fahren im öffentlichen Nahverkehr getestet. Die teilweise automatisierten Kleinbusse sollen sich zu einem maßgeschneiderten Angebot für Fahrgäste entwickeln und gleichzeitig die Umwelt schützen und Lärm und Emissionen vermeiden.

Mit dem Förderprojekt „AMEISE“ testet Waiblingen das autonome Fahren, um das Angebot an Busverbindungen zu erweitern und zum klimafreundlichen Verkehrsübergang beizutragen. Die Datenkommunikation wird mit einem kleinen, fast vollautomatischen Bus untersucht und auf einer neuen Buslinie im Gewerbegebiet Ameisenbühl in Waiblingen getestet. Verkehrsminister Winfried Hermann Übergabe der Fördermitteilung für die erste Phase an den Projektgruppenleiter Prof. Dr. Ralf Wörner von der Universität Esslingen.

Autonomes Fahren im öffentlichen Nahverkehr

Am Ende des Projekts werden wichtige Zielwerte für die Verkehrsfrage bewertet, unter welchen Bedingungen das autonome Fahren im öffentlichen Nahverkehr einen Beitrag zur Verbesserung der Modalaufteilung und damit auch des umweltfreundlichen Personenverkehrs leisten kann. Dies beinhaltet auch die Möglichkeit, das Angebot des Busverkehrs in einer flächendeckenden Entwicklung des Gebiets zu erweitern. Das “AMEISE” -Projekt unterscheidet sich von anderen realen Labors dadurch, dass es eingehende Entwicklungen und Untersuchungen zu wichtigen Unterthemen durchführt. Diese sind auch sehr wichtig, wenn Sie Entscheidungen über die Hochskalierung des autonomen Busverkehrs treffen möchten. Zu den Unterthemen gehören insbesondere die Datenkommunikation mit der Straßeninfrastruktur, die Kosten beispielsweise für einen gefahrenen Kilometer sowie wirtschaftliche Machbarkeitsstudien. Insbesondere wird auch die Akzeptanz im Schulverkehr durch Menschen mit eingeschränkter Mobilität und durch Busfahrer untersucht.

Minister Hermann sagte: „Mit den (teilweise) automatisierten Kleinbussen versprechen wir, ein maßgeschneidertes Angebot für Passagiere zu entwickeln, ohne die Umwelt mit Lärm und Abgasen zu belasten. Es geht darum, in Zukunft eine klimafreundliche Mobilität zu entwickeln. Ich freue mich sehr, dass das Gebiet Waiblingen auch einer der innovativen Pioniere des autonomen Busverkehrs ist. “”

Neue Ideen für effizientere Mobilität

Bei der Eröffnungsveranstaltung beschrieb Professor Wörner: „Wenn der Bedarf an Mobilität steigt, sind neue Ideen erforderlich, die eine effizientere Mobilität ermöglichen und gleichzeitig die negativen Folgen minimieren. Deshalb haben wir uns sowohl auf Technologie als auch auf gesellschaftliche Themen konzentriert. Auch Bürgermeister Andreas Hesky freute sich: „Waiblingen hat in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen, um die Mobilität nachhaltig zu gestalten und den öffentlichen Verkehr noch weiter und umweltfreundlicher zu verbessern. Da aber oft „die letzte Meile zählt“, die mit dem konventionellen Busverkehr nicht zu erreichen ist, erwartet die Stadt viel von den Erkenntnissen aus dem Projekt eines autonomen Busshuttles.

Die Ergebnisse einer ersten Beteiligung der Öffentlichkeit sind hilfreich, da sie zeigen, dass viele Bürgergruppen, wie der Verband der Selbstständigen, hinter dem Projekt stehen. Für das Forschungsprojekt wurde ein interdisziplinäres Konsortium gebildet. Es besteht aus: Universität Esslingen (Projektkoordinator), Stadt Waiblingen, Universität Stuttgart, IMU Institute GmbH, Omnibus Verkehr Ruoff GmbH, Verband deutscher Transportunternehmen, Verband der Deutschen Verkehrsunternehmen Akademie, Softing Engineering & Solutions GmbH, Volkmann Straßen- und Verkehrstechnik GmbH, BridgingIT GmbH, Kommunikationsbüro Ulmer GmbH, Berufsbildungszentrum Waiblingen, Bezirksamt Rems-Murr-Kreis und Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Region Stuttgart.

Das Förderprojekt “AMEISE”

Mit automatisierten Bussen kann die Mobilität in der Stadt kostengünstiger, benutzerorientierter und sicherer werden. Zu diesem Zweck wird in Waiblingen ein innovatives und nachhaltiges Projekt zur Untersuchung eines autonomen Linienbetriebs im gemischten Stadtverkehr ins Leben gerufen. Im Rahmen dieses industriellen Forschungsprojekts werden die Integration autonomer, emissionsfreier Kleinbusse (Klasse M2) in den öffentlichen Nahverkehr und deren Auswirkungen auf das berufliche Profil des Busfahrers untersucht. Das AMEISE-Projekt wird in diesem Jahr (2020) beginnen und nach einer geplanten Dauer von drei Jahren abgeschlossen sein.

Jede halbe Stunde legen zwei Fahrzeuge eine Strecke von rund 2,2 Kilometern zurück und holen ihre Passagiere an zwei Bushaltestellen ab. Zu den Komponenten der ersten Phase gehören der notwendige Ausbau der Infrastruktur, die Erforschung und Spezifikation geeigneter Umgebungserkennungssysteme sowie deren Integration und der Aufbau eines 5G-Mobilfunknetzes.

Die zweite Phase ist der Busbetrieb mit Autonomieebene vier (L4 danach SAE J3016) geplant. Auf der Grundlage der vorherigen Machbarkeitsstudie und der Umgebung der ersten Phase wird der Bus (teilweise) für den automatisierten Personenverkehr freigegeben und bis zum Ende des Projekts betrieben. Das Projekt zeichnet sich in beiden Phasen durch die Zusammenarbeit von Forschung, Kommunen, Bus- und Handelsunternehmen aus.

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