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Australien schlägt ein neues Lizenzsystem für Krypto-Börsen vor

  • Börsen mit bestimmten Vermögensniveaus müssen eine australische Finanzdienstleistungslizenz erwerben
  • Der Gesetzesentwurf soll bis 2024 vorliegen.
  • In einem Konsultationsprozess werden Interessenvertreter und die Öffentlichkeit zu 32 wichtigen Regulierungsthemen um Beiträge gebeten.

In einem wichtigen Schritt zur Regulierung der schnell wachsenden Kryptowährungsbranche in Australien hat das australische Finanzministerium Pläne zur Einführung eines umfassenden Lizenzsystems für Krypto-Börsen vorgestellt.

Ziel der Initiative ist es, den Verbraucherschutz zu verbessern, dringend benötigte Klarheit in den Bereich der digitalen Vermögenswerte zu bringen und dem Land den Weg zu ebnen, sich an globale Regulierungsstandards anzupassen.

Der neu vorgeschlagene Regulierungsrahmen

Gemäß dem neu vorgeschlagenen Rahmen müssen in Australien tätige Kryptowährungsbörsen eine australische Finanzdienstleistungslizenz (AFSL) von der Australian Securities and Investments Commission (ASIC) erhalten.

Diese Regulierungsmaßnahme gilt für Börsen, die mehr als 1.500 AUD an Vermögenswerten eines einzelnen Kunden halten oder über ein Gesamtvermögen von mehr als 5 Millionen AUD verfügen. Mit diesem Ansatz soll sichergestellt werden, dass Börsen in der Lage sind, die Interessen ihrer Kunden zu wahren und strenge finanzielle und betriebliche Standards einzuhalten.

Gesetzesentwurf bis 2024

Im Zeitplan des Finanzministeriums ist geplant, bis 2024 Gesetzesentwürfe zu den Lizenzierungs- und Verwahrungsregeln für Anbieter von Krypto-Assets zu veröffentlichen. Sobald die Gesetzgebung in Kraft tritt, haben Krypto-Börsen eine 12-monatige Übergangsfrist, um ihre Geschäftstätigkeit an den neuen Regulierungsrahmen anzupassen. Dies bedeutet, dass es bis 2025 dauern kann, bis eine australische Plattform für digitale Vermögenswerte eine Lizenz gemäß diesem neuen Regulierungssystem erhält.

Der Ansatz des vorgeschlagenen Regulierungsrahmens ist verbraucherorientiert und zielt darauf ab, ein Gleichgewicht zwischen der Gewährleistung des Verbraucherschutzes und der Förderung von Innovationen herzustellen. Es erkennt an, dass sich die digitale Asset-Landschaft schnell weiterentwickelt, und versucht, den Branchenteilnehmern klare Richtlinien zur Verfügung zu stellen.

Beratung und Feedback

Die Regierung hat einen Konsultationsprozess eingeleitet und Feedback von Interessenvertretern aus der Industrie und der Öffentlichkeit eingeholt. Dieser Ansatz unterstreicht den Wunsch, gut informierte, ausgewogene und akzeptable Vorschriften für die breitere Gemeinschaft zu schaffen.

Caroline Bowler, CEO von BTC Markets, antwortete über X (ehemals Twitter) auf das Konsultationspapier des Commonwealth-Finanzministeriums zur vorgeschlagenen Regulierung des Krypto-Asset-Austauschs in Australien und bezeichnete die Entwicklung als „wichtigen Meilenstein“.

Der Vorschlag umfasst 32 Schlüsselthemen und lädt zur schriftlichen Einreichung bis zum 1. Dezember 2023 ein. Dies spiegelt die Absicht der Regierung wider, alle relevanten Interessengruppen in die Gestaltung der endgültigen Vorschriften einzubeziehen.

Forschung zur digitalen Währung der australischen Zentralbank (CBDC).

Zusätzlich zur Krypto-Börsenregulierung macht Australien Fortschritte im Bereich der Forschung zu digitalen Zentralbankwährungen (CBDC).

Die Reserve Bank of Australia und das Finanzministerium werden 2024 gemeinsam einen Bericht veröffentlichen, der Einblicke in die CBDC-Forschung im Land bietet und einen Fahrplan für die zukünftige Arbeit skizziert. Dieser Schritt spiegelt einen koordinierten Ansatz zur Erforschung der Möglichkeiten und Auswirkungen digitaler Währungen wider.

Australiens verzögerter, aber erwarteter Regulierungsvorschlag signalisiert ein starkes Engagement für die Regulierung der Kryptoindustrie auf eine Weise, die Schutz und Innovation in Einklang bringt.

Während der Konsultationsprozess voranschreitet, bereitet sich das Land darauf vor, gemeinsam mit seinen internationalen Kollegen einen Rahmen zu schaffen, der die einzigartigen Herausforderungen des digitalen Asset-Bereichs angeht und gleichzeitig die Interessen der Verbraucher schützt.


Quelle: Coinlist.me

Sophie Müller

Sophie Müller ist eine gebürtige Stuttgarterin und erfahrene Journalistin mit Schwerpunkt Wirtschaft. Sie absolvierte ihr Studium der Journalistik und Betriebswirtschaft an der Universität Stuttgart und hat seitdem für mehrere renommierte Medienhäuser gearbeitet. Sophie ist Mitglied in der Deutschen Fachjournalisten-Assoziation und wurde für ihre eingehende Recherche und klare Sprache mehrmals ausgezeichnet. Ihre Artikel decken ein breites Spektrum an Themen ab, von der lokalen Wirtschaftsentwicklung bis hin zu globalen Finanztrends. Wenn sie nicht gerade schreibt oder recherchiert, genießt Sophie die vielfältigen kulturellen Angebote Stuttgarts und ist eine begeisterte Wanderin im Schwäbischen Wald.

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