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Ausbildung zum Lokomotivführer auf der Strecke Wendlingen-Ulm

200 Lokführer werden derzeit für eine besondere Bahnstrecke ausgebildet: die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm. Der Regelbetrieb soll im Dezember aufgenommen werden.

Voraussetzung ist, dass jeder Lokführer die Strecke kennt, die er zu fahren hat. Das ist also Routinetraining. Die Lokführer machen sich mit den Besonderheiten der Neubaustrecke zwischen Wendlingen und Ulm vertraut. Aus ihrer Sicht gebe es keine Schwierigkeiten, sagte ein Trainer der Deutschen Bahn dem SWR. Die Männer und Frauen würden alles lernen, was nötig wäre, um künftig Züge auf der Neubaustrecke von Wendlingen nach Ulm steuern zu können: zum Beispiel die topografischen Gegebenheiten der Strecke, die Abstände zwischen den Signalabschnitten oder die Gleisführung innerhalb der Stationen.

Training bei 250 Stundenkilometern

Ein ICE fährt mehrmals täglich von Plochingen nach Wendlingen und dann über die Neubaustrecke über Merklingen nach Ulm und weiter nach Günzburg. Dann wird gestoppt und der Zug fährt über die neue Strecke zurück nach Plochingen. Geübt wird im ICE mit Originalgeschwindigkeit, also mit bis zu 250 Stundenkilometern.

Inbetriebnahme in vier Wochen

Ab dem 11. Dezember soll die Strecke dann für alle Bahnreisenden freigegeben werden. Die Fahrzeit zwischen Stuttgart und Ulm verkürzt sich dann laut einer Mitteilung der Deutschen Bahn um rund 15 Minuten. Auch die Zugzahl auf der Verbindung München-Ulm-Stuttgart soll ab dem 11. Dezember steigen. Die Bahn will dann nach eigenen Angaben 20 Züge mehr anbieten, also 90 Züge am Tag. Der Bau der neuen Strecke begann 2012. Die Kosten beliefen sich auf fast vier Milliarden Euro.

Siehe auch  Neuer Haftbefehl gegen Michael Ballweg

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