A 8 Albaufstieg: Stand der Planung für das neue sechsspurige Gebäude

Abteilung 4
14. Dezember 2020
A 8 Albaufstieg: Stand der Planung für das neue sechsspurige Gebäude
Virtuelles Informationstreffen mit dem parlamentarischen Staatssekretär Steffen Bilger MdB, Verkehrsminister Winfried Hermann MdL und Bezirkspräsident Wolfgang Reimer

Land übergibt Projekt an Autobahn GmbH des Bundes

Die Alb-Besteigung der A 8 ist eine der ältesten Autobahnstrecken in Deutschland. Es ist Teil der wichtigen Ost-West-Verbindung nördlich der Alpen und eine wichtige transeuropäische Achse. In einem virtuellen Informationstreffen mit dem parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Steffen Bilger, Mitglied des Bundestages, Verkehrsminister Winfried Hermann, Mitglied des Bundestages und Bezirkspräsident Wolfgang Reimer, an dem auch Christine Baur-Fewson teilnahm , Leiter der Südwestabteilung der Autobahn GmbH des Bundeslandes über den Stand der Planung für den neuen sechsspurigen Bau des Albaufstiegs zwischen Mühlhausen und Hohenstadt im Zuge der A 8. Verkehrsminister Winfried Hermann und Bezirkspräsident Wolfgang Reimer übergab das Projekt auch an die Autobahn GmbH der Bundesregierung, die am 1. Januar 2021 für die Planung verantwortlich war. Bau, Betrieb, Wartung, Finanzierung und Vermögensverwaltung der Autobahnen werden von den Bundesländern übernommen.

Staatssekretär Steffen Bilger Mitglied des Bundestages dankte dem Land Baden-Württemberg für die Ausarbeitung des Entwurfs und der Genehmigungsplanung sowie für die wichtigen Vorarbeiten. “Dank der sehr guten Vorarbeiten des Staates, auf denen die Autobahn GmbH nahtlos aufbauen wird, können wir den Neubau des Albaufstiegs direkt in Angriff nehmen.”

Verkehrsminister Winfried Hermann MdL erklärte: „Der Albaufstieg ist das größte und wichtigste Autobahnprojekt in Baden-Württemberg. Vor allem bringt es mehr Sicherheit und weniger Staus. Eine gefährliche und vor allem im Winter unfallgefährdete Passage wird durch neue Brücken und Tunnel geräumt. “”

Aufgrund von Einwänden und Aussagen aus der geplanten Ausstellung 2018 und dem Diskussionstreffen 2019 wurden Änderungen und Ergänzungen vorgenommen, die berücksichtigt werden müssen. Dies bedeutet, dass eine umfassende Überarbeitung zahlreicher Planungsdokumente für den Alb-Aufstieg erforderlich ist. Auch wenn die geänderten Pläne erneut angezeigt werden müssen, beginnen die Vorbereitungsarbeiten in Kürze. Die Plangenehmigungsentscheidung soll im Herbst 2021 erlassen werden.

Bezirkspräsident Wolfgang Reimer erklärte, dass insbesondere die Planung der zeitaufwändigen Bauwerke (Talbrücken und Tunnel) weit fortgeschritten sei. Es wurden umfangreiche geotechnische Untersuchungen durchgeführt, die eine wichtige Grundlage für die Tragwerksplanung und die Umsetzungsplanung darstellen. “Die Bauentwürfe für die Tunnel einschließlich ihrer Ausrüstung sind fertig und wurden der Bundesregierung bereits zur Genehmigung vorgelegt.” Der Baubeginn könnte so weit wie möglich reduziert werden.

Für den FFH-Bereich “Filsalb” liegen nun Dokumente mit der FFH-Verordnung und dem Managementplan vor, die in den Umweltstudien für den Albaufstieg berücksichtigt werden müssen. Darüber hinaus wurden bereits die ersten kompensationsrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt, die auch zum planmäßigen Baubeginn beigetragen haben. Mit einer vorläufigen Anordnung vom Mai 2019 konnten Populationen der streng geschützten Siebenschläfer in Filstal bereits in Ersatzlebensräume umgesiedelt werden.

„Wir stehen in engem Kontakt mit den Gemeinden entlang des Albaufstiegs. Wir haben Ihre Bedenken ernst genommen “, sagte Reimer. In Anbetracht dessen wurden folgende Punkte in die Planung einbezogen:

  • Keine teilweise Entsiegelung / Rekultivierung der vorherigen Abstiegsstraße am Drackensteiner Hang
    Dies berücksichtigt die Aufforderung der Gemeinden, die alte Abfahrt als Radweg (Baubelastung des Staates) und des Staatsdenkmalamtes zu nutzen, nachdem das geschützte Ensemble weitgehend erhalten geblieben ist.
    Die Entfernung der nicht mehr benötigten harten Schulter der Münchner Fahrbahn auf dem Alb-Plateau dient als Ersatz für die nicht mehr erforderliche Ausgleichsmaßnahme.
  • Änderung der Vorschubrichtung für den Drackenstein-Tunnel
    Der Tunnel soll nun vom Alb-Plateau gefahren werden.
    Dies reduziert die Eingriffe in die Natur und insbesondere bauliche Beeinträchtigungen im Gosbachtal.
  • Optimierung der Konstruktion für die Gosbachtalbrücke
    Durch die leichte Vergrößerung der Bogenspannweite und die geneigte Position der Säulen können die steilen, rutschigen Talflanken ohne Unterstützung überbrückt werden. Eingriffe in die Talflanken werden minimiert.
  • Geänderte Führung des vorläufigen Radweges Gosbach – Mühlhausen
    Auf Vorschlag der Gemeinde Bad Ditzenbach wird die neue Radwegverbindung von der ehemaligen Bahnstrecke zum neuen Industriepark „Im Brühl“ genutzt. Im weiteren Verlauf wird der provisorische Radweg vollständig entlang der B 466 geführt.
  • Neuer Hochbehälter bei Gosbach für die Löschwasserversorgung des Himmelsschleifentunnels
    Der geplante Hochtank oberhalb der bestehenden Abstiegsstraße dient auch zur Versorgung des Landkreises Gosbach, da die Krähensteigquelle beim Bau des Drackenstein-Tunnels nicht als Trinkwasser genutzt werden kann.

Nach der Übergabe an die Autobahn GmbH der Bundesregierung sind folgende Maßnahmen fällig:

Der Austausch der Brücke auf der Aufstiegsstraße über die B 466 bei Mühlhausen kann bald beginnen. Dies muss im Vorgriff auf das Expansionsprojekt “Neuer Albaufstieg” erneuert werden. Die Ausschreibungsunterlagen werden bis Januar 2021 fertiggestellt sein. Die gesetzlichen Voraussetzungen für die Durchführung des Bauprojekts sind gegeben. Damit kann die Autobahn GmbH ab 2021 die bauliche Umsetzung ausschreiben und durchführen. Die Bauzeit beträgt ca. ein Jahr.

Im Frühjahr 2021 wird mit der Umsetzung weiterer frühzeitiger Ausgleichsmaßnahmen im Bereich der Amtalklinge und des Nordportals des Drackenstein-Tunnels begonnen. Auch in diesem Gebiet geht es darum, streng geschützte Siebenschläfer umzusiedeln, für die derzeit angrenzende Waldgebiete als Ersatzlebensräume vorbereitet werden.

Folgende Maßnahmen sind bereits für 2022 geplant:

  • Ersatzbau der Brücken im Verlauf der Aufstiegsstraße bei Mühlhausen: Brücken über die Rampe am Verbindungspunkt Mühlhausen, über den Fuß- und Radweg, die alte Eisenbahnlinie, über den Hohlbach und über die Fils
    Genehmigte Konstruktionsentwürfe sind verfügbar. Der Baubeginn für diese Erhaltungsmaßnahme ist ab 2022 möglich. Die Bauzeit beträgt ca. zwei Jahre.
  • Bau des Entwässerungsrohres im Gosbachtal und des Regenklärungsbeckens und des Regenwasserrückhaltebeckens “Fils” ab 2022/23
    Der Bau dieser Systeme einschließlich der Versorgungsleitung vom Gosbachtal ist für Ende 2023 geplant und eine wichtige Voraussetzung für den Beginn der Tunnelbauarbeiten. Die Bauzeit beträgt ca. neun Monate.
  • Bau des neuen Hochwassertanks bei Gosbach ab 2022/23
    Der Bau ist ebenfalls für Ende 2023 geplant. Die Bauzeit beträgt etwa ein Jahr.
  • Bau der neuen Radwegverbindung zum Industriepark “Im Brühl” bei Gosbach und des temporären Radweges entlang der B 466 ab 2022/23
    Der Radweg zum Industriegebiet kann 2022 gebaut werden, der provisorische Weg wird Ende 2023 gebaut, bevor die Hauptbauarbeiten beginnen. Die Bauzeit beträgt jeweils rund drei Monate.

Minister Winfried Hermann erklärte: „Der Staat übergibt der Bundesregierung ein gut vorbereitetes und gut geplantes Projekt. Wir werden es weiterhin begleiten, bis die Entscheidung über die Genehmigung des Plans getroffen ist. “Regionalpräsident Wolfgang Reimer fügte hinzu:” Die Verantwortung für das Plangenehmigungsverfahren liegt beim Stuttgarter Regionalrat. “”

Staatssekretär Steffen Bilger betonte: „Mit der Erweiterung von vier auf sechs Fahrspuren beseitigen wir den letzten Engpass auf der A 8. Die Bundesregierung trägt die Kosten für dieses Mammutprojekt von rund 600 Millionen Euro. Der Start der Autobahn Company am 1. Januar 2021 stellt sicher, dass dieses wichtige Projekt weiterhin mit Engagement und Kompetenz vorangetrieben wird. “Christine Baur-Fewson, Leiterin der Südwestabteilung der Autobahn GmbH des Bundes, fügte hinzu:” Ein funktionierendes Autobahnnetz ist für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg unabdingbar. Wir werden die Arbeit mit voller Geschwindigkeit fortsetzen. Die zuständigen Kollegen des Stuttgarter Landrates wechseln zur Autobahn GmbH, damit das Projekt noch in guten Händen ist. “”

Hintergrundinformation:
Die A 8 im Bereich des Albaufstiegs ist eine der ältesten Autobahnstrecken in Deutschland. Die Albabstiegstraße wurde 1937 fertiggestellt, die Albaufstiegstraße 1957 mit jeweils zwei Fahrspuren. Seit dem Bau wurden außer der Wartung des Stoffes keine nennenswerten Änderungen oder Erweiterungen vorgenommen. Insgesamt erfüllt der A 8 mit seinen steilen Gefällen und steilen Gefällen, engen Kurven und nur zweispurigen Fahrspuren ohne harte Schulter nicht mehr die Anforderungen, die heutzutage an eine Autobahn hinsichtlich Effizienz, Verkehrsqualität und Verkehrssicherheit gestellt werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der RPS-Website abrufbar.

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