Gedenkstätte der Heimatvertriebenen in Bad Cannstatt.

70 Jahre Verband der Vertriebenen

Stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobel zum 70-jährigen Jubiläum des Verbandes der Vertriebenen:

„Seit nunmehr 70 Jahren ist der BdV in Baden-Württemberg aktiv, vertritt erfolgreich die Interessen seiner Mitglieder und setzt sich auf vielfältige Weise für den Erhalt der Kultur und Geschichte der Deutschen in Osteuropa ein. Wir feiern 70 Jahre BdV und 70 Jahre Baden-Württemberg in diesen Tagen – und beide Jubiläen sind eng miteinander verbunden: In Baden-Württemberg ist es uns gemeinsam gelungen, auf den Trümmern des Zweiten Weltkriegs eine neue Zukunft aufzubauen, unser Land hat stark von der Aufnahme von Vertriebenen profitiert und Flüchtlinge Die Zuwanderung in der unmittelbaren Nachkriegszeit, die rund ein Fünftel der Bevölkerung im heutigen Baden-Württemberg umfasste, war in mehrfacher Hinsicht förderlich: eine Zunahme hochmotivierter Arbeitnehmer und engagierter Selbstständiger Wesentliche Voraussetzung für den wirtschaftlichen Aufschwung in den 1950er-Jahren war ein Gewinn an vielfältigen Erfahrungen, als Menschen mit unterschiedlichen kulturellen und historischen Hintergründen aufeinander trafen und letztlich a Gewinn für unseren Staat selbst. Denn ohne die Flüchtlinge und Vertriebenen gäbe es Baden-Württemberg gar nicht, und gerade ihre Stimmen wurden im Dezember 1951 bei der Volksabstimmung abgegeben, die zur Bildung des Südwest-Landes führte. Der BdV und die Landsmannschaften setzen sich seit Jahrzehnten auf Bundes- und Landesebene für Versöhnung und Frieden in Europa ein. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu kennen und sich damit auseinanderzusetzen, ist letztlich die beste Grundlage für eine nachhaltige Völkerverständigung. Angesichts der militärischen Auseinandersetzungen in der Ukraine ist diese Aufgabe und ihre Bedeutung hochaktuell und nicht zu überschätzen. Wer glaubte, der Frieden in Europa sei selbstverständlich und für alle Zeiten gesichert, wurde in den vergangenen Wochen eines Besseren belehrt. Daraus müssen wir lernen, dass Frieden, Freiheit und Toleranz immer unseren vollen Einsatz erfordern“, sagte Thomas Strobl, stellvertretender Ministerpräsident, Innenminister und Landesbeauftragter für Vertriebene und Spätaussiedler.


Denkmal für die Vertriebenen in Bad Cannstatt.

Inspiriert von Landesregierung BW

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