30 Jahre Arten- und Biotopschutzprogramm in Baden-Württemberg

30 Jahre Arten- und Biotopschutzprogramm in Baden-Württemberg

Das Arten- und Biotopschutzprogramm Baden-Württemberg ist leistungsstark, schnell umsetzbar und in Umfang und Dauer einzigartig in Deutschland.

Anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Arten- und Biotopschutzprogramm (ASP) hat heute den Umweltminister von Baden-Württemberg besucht Thekla Walker und Eva Bell, Präsidentin des Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW), eines der letzten Vorkommen des Kreuzenzians in Baden-Württemberg auf dem Killberg bei Validlingen. Die Nahrungspflanze für die ebenfalls stark bedrohte Schmetterlingsart Blaue Enzianameise unterstützt nicht nur die verbleibenden Populationen, sondern trägt auch zum Erhalt der Biodiversität in Baden-Württemberg bei.

Artensterben stoppen

„Das Arten- und Biotopschutzprogramm dient dem Schutz stark gefährdeter Arten. Wir brauchen schnelle Lösungen für diese Arten. Das Arten- und Biotopschutzprogramm ist sozusagen das Feuerwehrprogramm zum Artenschutz im Land – schlagkräftig, schnell umsetzbar und in Umfang und Dauer einmalig in Deutschland“, lobte Umweltministerin Thekla Walker in ihrer Rede die Bedeutung dieses Instruments für den Naturschutz.

Das Programm ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Ziels der Landesregierung, das Artensterben in Baden-Württemberg zu stoppen und stark zurückgegangene und in Europa streng geschützte Arten wieder zu stabilisieren. Deshalb wird es weitergeführt. „Sie können sicher sein, dass ich mich für den Erhalt und die Stärkung der biologischen Vielfalt in unserem Land einsetze.“ Weitere Bausteine ​​sind die bundesweiten Biotopverbund sowie die Umsetzung des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000.

„In Zeiten des Klimawandels und eines schnell fortschreitenden Insektensterbens, das sich bei den noch häufigen Arten bereits drastisch bemerkbar macht, sind die seltenen Arten natürlich noch härter. Wir müssen die Schutzbemühungen fortsetzen und intensivieren“, erklärt die Präsidentin der LUBW in ihrer Rede und betont auch, dass „der Vernetzung von Biotopen eine besondere Bedeutung zukommt. ”

LUBW koordiniert das bundesweite Schutzprogramm

Die LUBW koordiniert das Arten- und Biotopschutzprogramm in Baden-Württemberg. Es wählt und priorisiert die zu berücksichtigenden Arten, beauftragt deren regelmäßige Erfassung und stellt die gewonnenen Daten der landesweiten Naturschutzverwaltung zur Verfügung.

Für die Umsetzung und das Management von Arten- und Biotopschutzmaßnahmen sind die vier Regierungspräsidien in Baden-Württemberg zuständig. Die Standorte sind über das gesamte Bundesland verteilt, wobei hohe Konzentrationen natürlich in Gebieten mit besonders vielfältigen und wertvollen Biotopmerkmalen wie Kaiserstuhl, Oberrheinische Tiefebene, Südschwarzwald, Schwäbische Alb, Nördliches Tauberland, Hegau und Oberschwaben vorkommen.

Seit Beginn des „Feuerwehrprogramms“ zur Rettung des letzten Vorkommens einer Art wurden rund 8.600 Erhebungen zu mehr als 1.000 seltenen Arten erfasst und – soweit erforderlich – gezielte Schutzmaßnahmen umgesetzt. Das Artenspektrum wurde im Laufe der Jahre immer mehr erweitert und an die sich ändernde Bedrohungslage einzelner Arten angepasst.

Die im Rahmen des Schutzprogramms in den letzten dreißig Jahren entwickelten Grundlagenwerke sind einzigartig und bundesweit anerkannt und fassen das Wissen über Biologie, Ökologie und Verbreitung sowie Gefährdungsfaktoren der Art zusammen. Sie bilden die wissenschaftliche Grundlage für die konkreten Schutzmaßnahmen. Bis heute sind insgesamt 55 Einzelbände zu 13 Artengruppen erschienen. Die Bücher werden von der LUBW in Zusammenarbeit mit den Autoren und mit Unterstützung des Naturschutzfonds Baden-Württemberg herausgegeben und von Eugen Ulmer herausgegeben.

Weitere Informationen

Landesanstalt für Umwelt (LUBW): Programm zum Arten- und Biotopschutz

Landesanstalt für Umwelt (LUBW): Merkblatt „Feuerwehrprogramme: Erste Hilfe für gefährdete Arten“

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Inspiriert von Landesregierung BW

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